Eindruck wird zum Ausdruck

https://youtu.be/ov2xMLBJGI4

Ich bin auf der Suche. Unentwegt und mit einer großen Lust am Finden. Herausfinden, erfinden, Befinden (sichtbar machen), ...Abfinden...NEIN . Ich glaube die eigene Sichtweise auf unsere Umgebung, Mitmenschen, Beziehungen und Werte zu erkennen, aufzuschlüsseln und zu hinterfragen ist eine immerwährende Fluktuation zwischen Eindrücken und Ausdrücken. Fragt sich: Was machen Eindrücke mit mir und welche Ausdrücke ergeben sich? Ich persönlich benötige u.a. - beim Arbeiten wie auch im Lebensalltag - Sicherheit, eine gewisse Kontrolle und viel Ästhetik. Ich habe ein großes Bedürfnis nach Orientierung, nach Leichtigkeit und Schönheit. Die Gestaltung und Architektur meiner Umgebung gibt mir viele Eindrücke. Und die eigene (Um)Gestaltung meiner Umgebung befriedigt mich zutiefst. Mein künstlerischer Ausdruck ist ebenso eine Strategie dafür. Klare Formen geben mir einen Rahmen in dem ich mich austoben kann. Sie lassen meine Kreativität frei. Ich versuche mal dich ein wenig in meine Sichtweise zu holen. Wenn ich mich umschaue sehe ich lauter Muster und Formen in denen wir uns bewegen. Alles verbindet sich und wird zu Bildern, Skizzen, Entwürfen. Diese Bilder sind zum einen rein geografisch und zum anderen sehr inhaltlich. Alles wiederholt sich und taucht in immer wieder neuen Zusammenhängen auf. Unsere Umgebung besteht aus lauter Installationen, Montagen und Anlagen. Standpunkte verändern sich fortwährend, räumlich wie auch inhaltlich. Hinten im Raum haben wir eine andere Position als vorne oder an den Seiten, neben anderen oder weit weg von ihnen. Was kann das bedeuten? Schaue ich lieber aus sicherer Entfernung anderen zu? Fühle ich mich am wohlsten umringt von Menschen? Stehe ich sicher neben einer zweiten Person die mich durch das Leben begleitet? Sehne ich mich nach Kontakt? Hätte ich gerne mehr Überblick? Welche Themen kreisen um dich herum? Blicken auf dich oder hängen dir im Nacken? Wo stehst du gerade? Was für Eindrücke suchen einen Ausdruck? Ich suche Inhalte im Formalen. Ich finde es interessant lebendige und auch unlebendige Körper im Raum zu sortieren, anzuordnen und damit eine Geschichte zu erzählen. Die äußerliche Bedeutung steht im Vordergrund. Dann kommt durch einen bestimmten Ausdruck, Bewegung, Gefühl oder ein Thema ein innerliches Gewicht hinzu. TAnzThé ist Theaterchoreografie und lesbar als bewegte Rauminstallation. Ich spiele mit Räumen, Raumwegen und Standpunkten, die auch zu Treffpunkten werden können. Es scheint wie ein großes bewegtes MindMap, in der die Mitte sich allerdings ständig verschiebt und multidirektional ist. Es sind lebendige, visuelle Gedanken und Bilder im Raum, mit ihnen konstruiert sich Be- Deutung beim aktiven Machen und Zuschauen.

"wenn sich ein ganzer Raum wie ein Strudel zu bewegen scheint..." (Sasha Waltz)

Ich stelle Fragen auf der Bühne, um miteinander ins Spielen zu kommen! Unsere Körper, die wir haben, die wir betrachten und mit denen wir tagtäglich umgehen, interagieren, dialogisieren wie in einem Gespräch – sie verteilen und ordnen sich. Immer wieder neu. Ein Zusammenspiel von Ordnung, Struktur und Spiel findet gleichermaßen statt. Es entsteht eine kreative Auseinandersetzung mit Wegen und Positionen. Position beziehen.

Video und Schnitt@David Levadi

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