Ein Sanierungsfall, doggystyle

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Snoop Dogg kauft ein

"With my mind on my money and my money on my mind", rappte Snoop Dogg vor 30 Jahren in "Gin & Juice", und diese Einstellung lebt er seither vor. So ist der Musiker unter anderem in Klarna investiert und betreibt seine eigene Cannabis-Marke. Sein neuester Deal: Er kauft das Musiklabel, das 1992 sein Debütalbum veröffentlichte. Death Row Records wurde unter anderem von Dr. Dre und dem kriminellen Musikmanager Suge Knight gegründet und sorgte mit den Alben von 2Pac für Aufmerksamkeit. Snoop Dogg verließ nach einigen Jahren das Label, das Unternehmen kam in den Jahren darauf immer mehr unter Druck und meldete 2006 Insolvenz an. Drei Jahre später wurde das Label für 18 Millionen US-Dollar verkauft. 

Wie viel Snoop Dogg dafür jetzt zahlt, ist nicht bekannt. Angesichts der letzten bekannten Bewertung dürfte das Investment überschaubar sein. Er selbst sagt, Death Row habe "immensen, ungenutzten Wert". Sounds like a Schnäppchen to me. Und es gibt bereits Sanierungspläne: Snopp Dogg hat gestern ein neues Album auf seinem Label veröffentlicht, Death Row Records kooperiert mit einem Gaming-Anbieter und verkauft künftig auch NFTs (was sonst). 

Ein honorable mention in der Sache an Dre, der zwar mit Death Row nie ein Megaimperium geschaffen hatte, aber später mit Beats by Dre und dem Verkauf an Apple ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde. 

Auf der Watchlist

Jetzt ist die Euphorie über Stay-at-home-Aktien wohl auch bei uns zu Ende: Der deutsche Essenslieferant Delivery Hero stürzte gestern mehr als 30 Prozent ab, nachdem die Geschäftszahlen enttäuschten. Damit liegt der Börsenwert des Unternehmens auf dem Niveau vor der Pandemie – eine Entwicklung, die in den vergangenen Wochen auch viele Unternehmen in den USA durchmachten. Die Inflationszahlen in den USA sorgten gestern nicht nur an den Börsen, sondern auch am Kryptomarkt zumindest kurzzeitig für Unruhe

Weitere News

Die Kryptoplattform Binance steigt mit 200 Millionen US-Dollar bei Forbes ein, um dem Verlag bei der Web3-Transformation zu unterstützen. Das Unternehmen will außerdem mittels einer SPAC an die Börse gehen. (Forbes)

Die US-Inflation steigt mit 7,5 Prozent im Januar auf den höchsten Wert seit 1982. (WSJ)

Einer Berechnung zufolge bedeutet das 276 US-Dollar mehr Ausgaben pro Haushalt monatlich. (Bloomberg)

Die EU-Kommission korrigiert ihre Inflationsprognose für dieses Jahr auf 3,5 Prozent nach oben, 2023 soll sie nur noch bei 1,7 Prozent liegen. (Tagesschau)

Deutschlands Industriebetriebe haben laut der aktuellen Ifo-Konjunkturprognose Auftragsbestände, die für die nächsten 4,5 Monate reichen. So hoch war der Wert noch nie seit Beginn der Umfragen. (Zeit)

Die "Great Resignation" könnte langsam auch bei uns passieren: Laut einer von der österreichischen Arbeiterkammer beauftragten Studie überlegen 26 Prozent der Beschäftigten, einen neuen Arbeitgeber zu suchen oder sogar einen anderen Beruf auszuüben. (Standard

Fürs Wochenende

Die lebenswerteste Stadt für Gründer:innen? Das österreichische Startup-Portal Trending Topics hat der Startup-Stadt Wien eine einstündige Doku gewidmet: 

https://www.youtube.com/watch?v=BlUCNqGvv-8

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Lisa

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