Trumps Umweg an die Börse

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Trump sorgt für die nächste Hype-Aktie

SPACs – die Hüllenfirmen, mit denen Unternehmen rasch an die Börse gebracht werden können _ waren schon mehrmals Thema im Smart Casual Newsletter. Diese Woche gibt es wieder erwähnenswerte SPAC-News: Der ehemalige US-Präsident Donald Trump bestätigt die Gerüchte, dass er eine Social-Media-Plattform gründet. Truth Social soll diese heißen, das Unternehmen dahinter Trump Media & Technology Group. Und mithilfe einer SPAC namens Digital World Acquisition Corp strebt Trump damit den Börsengang an. Diese Neuigkeit ließ gestern den Kurs von DWAC dezent um mehr als 350 Prozent steigen. Wie Quartz berichtet, dürfte die Aktie der nächste große Meme Stock werden (oder mittlerweile gewesen sein ;) ). 

Auf der Watchlist

Ein weiterer Deal bahnt sich an: Paypal ist an einer Übernahme von Pinterest interessiert und bietet Berichten zufolge 70 US-Dollar pro Aktie, was einem Wert von 45 Milliarden US-Dollar entsprechen würde. Bei Pinterest sorgten die Gerüchte am Mittwoch für ein Plus von 13 Prozent, gestern ließ die Freude an der Börse etwas nach, vielleicht weil Microsoft im Februar 51 Milliarden US-Dollar für Pinterest geboten haben soll. 

Steil bergab geht es heute vorbörslich bei Snap, nachdem das Unternehmen gestern Einbrüche bei den Werbeeinnahmen kommunizierte. Außerdem feierte Wework sein Börsendebüt – zwei Jahre nach dem eigentlich geplanten Börsengang

Weitere News

Flixmobility, das Startup hinter Flixbus, übernimmt den US-Busbetreiber Greyhound Lines. Der bisherige Eigentümer kaufte Greyhound 2007 bei einer Bewertung von 3,6 Milliarden US-Dollar, aufgrund von Pandemieeinbrüchen ist das Unternehmen jetzt nur mehr 46 Millionen Dollar wert. (TechCrunch)

Österreich und vier weitere europäische Länder schaffen als Kompromiss mit der US-Regierung ihre Digitalsteuer für Konzerne ab, stattdessen sollen die Großunternehmen ab 2023 global besteuert werden. Österreich hatte nach Angaben des Finanzministeriums im vergangenen Jahr 43 Millionen Euro durch die Digitalsteuer eingenommen. (Handelsblatt und Profil)  

Urban-Decay-Gründerin Wende Zomnir startet eine neue Makeup-Marke, Caliray. (Allure

Nachdem ein Bericht der New York Times (und nicht die seit Jahren bekannten Vorwürfe gegen ihn) für das Absetzen des Bild-Chefredakteurs Julian Reichelt sorgte, steht auch Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner  in der Kritik von Branchenkollegen. (Spiegel

Fürs Wochenende

Drei Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Cum-Ex-Steuerbetrugskandals gibt es jetzt neue Recherchen. Demnach wurden durch die Cum-Ex-Geschäfte weltweit 150 Milliarden Euro gestohlen, davon in Deutschland 36 Milliarden und in Österreich 1,2 Milliarden Euro. Die umfassenden Enthüllungen und Erklärungen sind bei Correctiv als Wochenendlektüre nachzulesen. Eine kurze Darstellung, wie die Cum-Ex- und Cum-Cum-Deals ablaufen, hat die Tagesschau veröffentlicht: 

https://www.youtube.com/watch?v=zncs3JAWjrQ

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Schönes Wochenende! Lisa 

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