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Wenn Musikstars unternehmerisch werden

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Wie Jessica Simpson ihren Namen zurückkaufte

Ich liebe ja einen guten Wirtschaftskrimi. Und auch wenn dieses Bloomberg Businessweek-Feature über Jessica Simpsons Imperium keine kriminellen Tendenzen hat, so ist es voll mit Drehungen und Wendungen. Die Sängerin war 2005 eine der ersten Popstars, die mit ihrem Namen Lizenzgeschäfte machte, in erster Linie mit Bekleidung und Schuhen. Neun Jahre später machte das Unternehmen einen Milliarden-Umsatz. Danach ging es allerdings für die Milliardenmarke steil nach unten. In den vergangenen Jahren versuchte Jessicas Mutter Tina (der eigentliche Rockstar in dieser Geschichte) die Marke zurückzukaufen. Und die beiden Unternehmerinnen machten einen guten Deal und zahlten für die Brand im Zuge eines Insolvenzverfahrens 65 Millionen US-Dollar.

"At the beginning of the business, it was a lot about people-pleasing. Then we realized we actually are the leaders", reflektiert Jessica Simpson. Starke Leseempfehlung für den gesamten Artikel

Nachruf: Annemarie Harant  – eine Unternehmerin aus Überzeugung

Dieses Jahr beginnt mit einer erschütternden Nachricht: Annemarie Harant, Mitgründerin der Monatshygiene-Plattform Erdbeerwoche, ist im Dezember im  Alter von 37 Jahren verstorben. Harant gründete mit Bettina Steinbrugger das Unternehmen im Jahr 2011 – zu einer Zeit, als nachhaltige Tampons noch kaum im Einzelhandel zu finden waren und Menstruation noch ein Tabuthema war. Annemarie Harant verfolgte mit Erdbeerwoche die Mission, nicht nur Frauen, sondern die Gesellschaft über Menstruation aufzuklären und verband dies mit der Idee, nachhaltige Produkte zu verkaufen und in Schulen Aufklärungsarbeit zu leisten.  Und sie war erfolgreich damit: Ihre Arbeit in den vergangenen zehn Jahren trug maßgeblich dazu bei, dass das Thema im deutschsprachigen mainstreamfähig wurde und in Österreich die Tamponsteuer reduziert wurde. Wenn Annemarie von ihren Projekten erzählte, war klar, dass sie Unternehmerin aus Überzeugung war und das ideologische Ziel im Vordergrund stand. Im Gegensatz zu anderen Gründern sprach sie nicht darüber, die Welt zu verändern, sie tat es einfach und baute mit Erdbeerwoche eine Social Business auf. Nebenbei betrieb sie den Nachhaltigkeitspodcast Tonspur N. Annemaries früher Tod ist ein schmerzhafter Reminder dafür, die kurze Zeit, die wir in diesem Leben haben, etwas Sinnvolles zu schaffen. Annemarie hat die Welt ein Stück besser gemacht und damit viele jungen Menschen und besonders Frauen inspiriert. Danke, Annemarie. 

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Einen guten Start in das neue Arbeitsjahr und bis morgen! 

Lisa 

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