Zukunftsfähiges Feiern, geht das?

Mit Konstanze Meyer von Clubtopia über “grüne Clubkultur”

Liebe Freundinnen und Freunde des Wandels,

ich hoffe ihr hattet ein ebenso erholsames und sonniges Osterwochenende wie ich. Da in Hamburg, wo ich lebe, das Tanzverbot gelockert wurde, habe ich mich auch vorsichtig wieder auf das Tanzparkett gewagt. Ein seltsames und befreiendes Gefühl zugleich, sich wieder inmitten von Menschen, eng an eng und ohne Masken, zu tanzen und zu feiern. Ganz so ausgelassen wie früher, fühlt sich das noch nicht an. Aber dennoch gut, denn gefehlt hat es mir schon. Weniger der Exzess, als vielmehr die Musik, das Loslassen, das bisschen Eskapismus vom Alltag. Feiern ist und war schon immer fester Bestandteil von Kultur und prägt Gesellschaft. Darüber hat Journalistin Luisa Thomé auch Ende vergangenen Jahres - kurz vor dem dritten (?) Lockdown - einen lesenswerten Erlebnisbericht in der ZEIT Campus geschrieben. Und in der aktuellen Sinneswandel Episode geht es ebenfalls ums Feiern - aber feiern, als gäbe es ein Morgen!

Auf die Ohren, aus dem Sinn 

Allein an einem einzigen Wochenende verbraucht ein kleiner Berliner Club so viel Strom wie ein Single-Haushalt in einem ganzen Jahr. Auch beim Feiern entstehen Co2-Emissionen - die lassen sich nicht einfach Wegtanzen. Wie kann daher zukunftsfähiges Feiern aussehen, das nicht die planetaren Grenzen sprengt, ohne, dass dabei der Spaßfaktor flöten geht? Ganz einfach, indem wir Feiern, als gäbe es ein Morgen! Der Überzeugung ist jedenfalls Konstanze Meyer, Projektleiterin von Clubtopia - eine Initiative für “grüne Clubkultur”, die sich für einen nachhaltigen Wandel der Clubsszene einsetzt. Denn die hat auch einen Impact und vor allem kreatives Potential - um Impulse für ein Umdenken in der Veranstaltungsbranche, aber auch darüber hinaus, zu setzen.

Sinn und Unsinn

Manchmal wünscht man sich, man könnte einfach einen Knopf drücken und alles ist wieder in Ordnung. Keine Sorgen, kein Krieg, kein Klimawandel... Ganz so einfach ist es leider nicht. Der magic button, den mir durch naive weekly ins Netz gespült wurde, hat aber vielleicht zumindest einen kleinen Placebo-Effekt. Einfach mal ausprobieren - kostet nix! Und wer weiß, vielleicht löst sich das ein order andere Problem ja doch in Luft auf...

Vielen Dank für eure Unterstützung und viel Freude beim Hören! Eure Marilena

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