Dein Newsletter lebt von deiner Community – so baust du dir eine auf

Wie du es schaffst, neue Leser:innen zu gewinnen, die wegen deiner Inhalte kommen und wegen der Community bleiben.

Ein Newsletter lebt, klar, von den Leser:innen. Aber er lebt vor allem davon, dass sie nicht nur lesen, sondern sich auch Gedanken machen, auf Mails antworten und Ideen mit den Autor:innen teilen.

Gespräche zwischen Autor:innen und ihren Leser:innen zeichnen eine engagierte Community aus – und sie können den Autor:innen eine große Hilfe dabei sein, den Newsletter in Form und Inhalt zu verbessern. Oder wie es Steady-Publisher Theresa Bücker ausdrückt:

Wie also vorgehen, wenn du deine Newsletter-Abonnent:innen näher an dich binden willst? Ein paar Tipps, wie du eine Newsletter-Community aufbaust.

Finde die eine Sache, die euch begeistert

Wenn du möchtest, dass deine Leser:innen langfristig dabei bleiben und du auch bei neuen Abonnent:innen Interesse weckst, solltest du genau bestimmen, was deine Community zusammenbringt. Die eine Sache, für die ihr alle brennt.

Das können ganz unterschiedliche Dinge sein; vielleicht sind es politische Werte, eine klare Haltung, eine geteilte Begeisterung oder die Persönlichkeit(en) hinter dem Newsletter selbst. Von Tierschutz über Sticken bis hin zur Lieblingsserie – theoretisch ist alles möglich. Welche Sache ist es bei dir?

Versuche in einem Satz herauszuarbeiten, was deine Community begeistert. Es kann hilfreich sein, einen solchen Satz als Mission Statement auszuformulieren.

9 einfache Tipps, wie du deine ersten Newsletter-Subscriber gewinnst

Sobald du genau weißt, was eure geteilte Leidenschaft ist, kannst du diese in den Mittelpunkt deiner Arbeit stellen – und dich so auf das konzentrieren, was deine Leser:innen dazu bringt, jede deiner E-Mails zu öffnen. Lass dich stets davon leiten, zum Beispiel beim Brainstorming neuer Themen-Ideen, beim Tonfall in jeglicher Kommunikation oder bei der Gestaltung deines Newsletters.

Eure geteilte Leidenschaft zu identifizieren hilft aber auch ganz besonders dabei, neue Newsletter-Abonnent:innen zu gewinnen. Denn wenn du weißt, was deine Zielgruppe bewegt, kannst du sie auch gezielt ansprechen und deinen Newsletter mit den richtigen Argumenten “verkaufen”. Mehr dazu findest du in unserem Leitfaden, wie du eine überzeugende About-Seite für deinen Newsletter schreibst.

Animiere deine Leser:innen dazu, sich einzubringen

Zeige dich von deiner persönlichen Seite

Eine Sache, die Leser:innen an Newslettern lieben: die Persönlichkeiten dahinter. Scheu dich also nicht davor, dich ein wenig persönlich zu zeigen. Lasse deine Leser:innen in deine Welt eintauchen, zeig ihnen, wer du bist, was dich antreibt und was dich mit deinen Leser:innen verbindet. Du musst natürlich nicht gleich dein ganzes Leben vor ihnen ausbreiten. Aber um eine enge Beziehung zu deinen Leser:innen aufzubauen, hilft es, wenn deine Leser:innen dich als reale Person vor Augen haben und du für sie ansprechbar bist.

Ein paar Ideen, wie du den Dialog in Gang bringen kannst:

  • Stelle am Ende einer Newsletter-Ausgabe eine Frage, die zum Thema passt, zum Beispiel: “Ich habe heute ganz schön über das Urheberrechtsgesetz hergezogen. Wie beurteilst du das neue Gesetz?”
  • Erinnere deine Leser:innen daran, dass sie direkt per Mail auf deinen Newsletter antworten können, etwa: “Denk daran, dass du einfach auf ‘Antworten’ klicken kannst, wenn dir etwas auf der Seele brennt. Ich freue mich auf deine Gedanken!”
  • Ermutige deine Leser:innen, dir Input zu liefern und so einen Teil zum Newsletter beizutragen, zum Beispiel: “Jetzt läuft schon die dritte Staffel und wir wissen immer noch nicht, wer der Mörder ist. Schick mir deine Theorie und vielleicht veröffentliche ich sie in meinem nächsten Newsletter!”

Biete deinen Leser:innen zusätzliche Möglichkeiten zur Beteiligung an

Du könntest deinen Newsletter-Abonnent:innen zum Beispiel anbieten, einer WhatsApp-Gruppe beizutreten, an einem Diskussions-Forum teilzunehmen und so weiter. Solche zusätzlichen Angebote können auch passende Gegenleistungen für ein Bezahlangebot sein, mit dem du Leser:innen in zahlende Mitglieder verwandelst.

Auf Steady können Mitglieder Kommentare zu Newslettern schreiben und Direktnachrichten schicken, um mit Autor:innen in Kontakt zu treten. Solche Funktionen kannst du nutzen um deinen engagiertesten Leser:innen anzubieten, in engeren Austausch mit dir zu treten – als Gegenleistung für ihre finanzielle Unterstützung. Auf Steadys Website erfährst du mehr über Mitgliedschaften.

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Beziehe deine Leser:innen in deine Arbeit mit ein

Ein weiterer, ziemlich effektiver Weg, deine Community näher an dich zu binden: sie in deine Arbeit mit einbeziehen. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Überlege dir, was am besten zu deinem Newsletter passt und was für deine Leser:innen ansprechend ist. Ein paar Beispiele:

  • Führe eine Umfrage durch, um die Meinung deiner Community zu einem bestimmten Thema einzufangen
  • Führe eine Umfrage durch, um Geschichten zu einem Thema zu sammeln – vielleicht ist ja auch etwas so Interessantes dabei, dass ein ganzes Interview für einen zukünftigen Newsletter daraus wird

→ Mehr Tipps, wie du Umfragen und Abstimmungen nutzen kannst, um deine Community einzubinden

  • Frage deine Leser:innen nach Kontakten: Wenn du eine:n Interviewpartner:in mit spezifischem Fachwissen suchst, besteht die Chance, dass eine:r deiner Leser:innen eine Person kennt, die in Frage kommt
  • Bitte deine Leser:innen, dich mit bestimmten Fähigkeiten zu unterstützen, z. B. in Grafikdesign, Buchhaltung und so weiter

Scheu dich nicht, zu fragen! Deine Leser:innen haben sich für deinen Newsletter angemeldet, weil sie sich dafür interessieren und deine Arbeit schätzen. Du wirst überrascht sein, wie weit sie gehen würden, um dir und deinem Projekt zum Erfolg zu verhelfen.

Weitere Ideen, wie du deine Leser:innen in deine Arbeit einbeziehen kannst

Bewirb deinen Newsletter regelmäßig

Eigenwerbung kann unangenehm sein – sollte sie aber nicht. Wenn du mehr Leser:innen für deine Arbeit begeistern willst, musst du zwangsläufig für deinen Newsletter trommeln. Das kann aber sogar Spaß machen, wenn du es richtig anstellst.

Setze dir zunächst ein realistisches Marketing-Ziel, zum Beispiel: zwei Social-Media-Posts pro Woche, fünf Newsletter für eine Kooperation kontaktieren, jeden Tag ein paar Minuten, um sich auf Twitter unter relevanten Hashtags an einer Konversation zu beteiligen.

Es ist wahrscheinlich, dass du beziehungsweise dein Newsletter mehrmals im Blickfeld deiner potenziellen Leser:innen auftauchen muss, bevor sie auf “abonnieren” klicken. Wenn du regelmäßig Werbung für deinen Newsletter machst, wirst du auch Abonnent:innen hinzugewinnen.

Sorge hin und wieder für einen Extra-Schub

Von Zeit zu Zeit kann es sinnvoll sein, einen Newsletter zu verfassen, der vielleicht nicht zu 100 Prozent in deine sonstige Themensetzung passt, dafür vor allem darauf ausgerichtet ist, möglichst viele neue Leser:innen zu gewinnen. Der Gedanke dabei ist: mit vereinzelten Ausgaben, die in der Masse gut ankommen, möglichst viele Leute anlocken, die du dann langfristig mit deinem gewohnt qualitativ hochwertigen Content an dich bindest. Denn natürlich solltest du generell darauf achten, dass deine Inhalte konsistent sind und sich an der oben erwähnten geteilten Leidenschaft orientieren.

Und immer daran denken: Bitte deine Leser:innen deine Arbeit zu teilen, um maximale Wirkung zu erzielen.

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