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Liebe Leser:innen.

Stellt euch vor, es ist Krieg und alle machen so weiter wie bisher.

Stimmt das? Ist das so?

Nein, so ist es nicht.

Vor vier Wochen hat der Krieg in der Ukraine begonnen und nach der ersten Lähmung habe ich angefangen zu zeichnen, was das mit mir macht, was das mit den Menschen in meinem Umfeld macht. Das war mir ein Anliegen, das ist es immer noch: Zeugnis zu geben von dem, was ist.

Dann hat mich Corona erwischt. Krank sein, in Quarantäne sein:das bestimmte für Wochen mein Leben. Krieg in der Ukraine: Findet in der morgendlichen Zeitungslektüre statt.

Es ist Krieg und ich mache so weiter wie bisher.

Meine Berlin-Abenteuer sind Thema meiner aktuellen Comicserie, also zeichne ich, wie das so ist mit der Quarantäne.

Ist das relevant?

Wie viele andere auch diszipliniere ich mich in meinem Social Media Konsum, um nicht völlig in den Kriegsnachrichten zu versinken.

Gleichzeitig stelle ich mir die Freelancerin in Kyijev vor, die plötzlich aus allem herausgerissen ist, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hat.

Die Ukrainer:innen kämpfen dafür, so zu leben wie es uns als selbstverständlich erscheint.

Es ist Frühling. Wir dürfen hier leben. Und sollten es sicher auch tun.

Putin hätte schon jetzt gewonnen, wenn wir uns der Angst beugten.

Geniesst das Leben.

Felice

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