Das Kino ist spannend wie lange nicht mehr. Małgorzata Szumowska haben wir zu DER MASSEUR vorab interviewt. Der Berlinale-Gewinner DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT ist ein iranischer Episodenfilm über die dunkleste Seite des Iranischen Staats: die Todesstrafe. Heiterer geht es in GUNDA zu, dem Dokumentarfilm über ein glückliches Schwein in Norwegen. Mit Eva Green kann man in PROXIMA fast zum Mars abheben, und sich in PROMISING YOUNG WOMAN an der Rache am starken Geschlecht erfreuen. Das Werkstattkino München erinnert an den kürzlich verstorbenen Filmkritiker Hans Schifferle. Wir werfen außerdem einen Blick auf die desaströse Lage in Afghanistan mit Filmen über den Krieg. 

artechock vom 19.08.– 25.08.2021:

Film der Woche:

  • Der Masseur (Sniegu juz nigdy nie bedzie) (PL/D 2020) »Ich will nicht die Welt retten, sondern Seelenzustände ändern«: Małgorzata Szumowskas neuer Film Der Masseur betört als Sittenbild über polnische Neureiche und deren ungestillte Sehnsüchte – Kritik von Katrin Hillgruber

Filmreihe:

  • In memoriam Hans Schifferle Das Werkstattkino zeigt in München Filme, die den passionierte Kinogänger und Filmkritiker umgetrieben haben – von Ulrich Mannes

Neue Kritiken:

  • Doch das Böse gibt es nicht (Sheytan vojud nadarad) (Iran/D/CZ 2020) Exekutive  der Ohnmächtigen: Mohammad Rasoulofs Berlinale-Gewinner findet den  ästhetischen Ausweg aus der Zensur, während er das Vexierbild einer  Gesellschaft in der moralischen Falle zeichnet – Kritik von Dunja Bialas
  • Gunda (N/GB/USA 2020) Das  Leben hinter dem Zaun: Ein Hausschwein erzählt in Gunda vom  Existenzialismus – ganz ohne Worte. In den Nebenrollen: Hühner und Kühe –  Kritik von Janick Nolting
  • Promising Young Woman (USA 2020) Die  Rache einer Frau: Promising Young Woman ist nicht zuckersüß, sondern  eine subersive Bosheit und schwarze, erwachsene Version einer »Romantic  Comedy« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Proxima – Die Astronautin (F/D 2019) Ein Marsflug ist mehr als eine Geschäftsreise: Eine Heldin im ganz klassischen Sinn: Proxima von Alice Winocour – Kritik von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Könige für tausend Nächte Das  Desaster in Afghanistan und das Kino: Reiche zerfallen, Invasoren  kommen und gehen – was bleibt, sind Luxus, Stil, Drogen und die Liebe –  Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogängers, 253. Folge – von Rüdiger  Suchsland
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