In München beginnt der wahre Sommer eigentlich erst mit den inzwischen 69. Filmkunstwochen, die gestern mit Pietro Marcellos Jack London-Adaption 'Martin Eden' eröffneten. Aber auch im Standardprogramm der Kinos gibt es prächtige Perlen zu bergen - Dokumentationen aus Politik und Computer-Welten und Filme über den Wert von Rache, Coming-outs und mittelalterlichen Sagen. Für ein besonders gutes Kinoprogramm wurden übrigens auch dieses Jahr - trotz Corona und klammer Kassen - die Münchner Kinoprogrammpreise verliehen...

69. Filmkunstwochen:

  • Mit vollem Programm voraus Vom 28. Juli bis 25. August laden in München die FILMKUNSTWOCHEN zum 69. Mal zu einem Fest in 11 Münchner Arthouse-Kinos ein. – von Dunja Bialas

Kinoprogrammpreise:

  • Subventionswürdig Die Kinoprogrammpreise der Stadt München wurden dieses Jahr durch einen Kinokultursonderpreis ergänzt. Insgesamt wurde ein Preisgeld von über 100.000 Euro freigemacht – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Alles ist eins. Außer der 0. (D 2020) Die letzten Mohikaner der Bürgerrechte: Medienkritik? Ja bitte! Ein Bericht aus der Steinzeit der Kommunikationsguerilla und jenen Zeiten als vernünftige Menschen bei Gegenöffentlichkeit nicht an »Neue Rechte« dachten – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Cash Truck (Wrath of Man) (GB/USA 2021) Ritter der Rache, Retter des Reibachs: Guy Ritchie setzt dem Publikum einen durch und durch ernsthaften, pessimistischen, brutalen, aber auch einen unterhaltsamen Rache-Thriller vor – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Die Dohnal (Die Dohnal – Frauenministerin / Feministin / Visionärin) (Ö 2019) »Wir bleiben weiter lästig«: Der Dokumentarfilm über die österreichische Frauenpolitikerin unternimmt einen aufschlussreichen Blick auf die Trägheit des Patriachats – Kritik von Dunja Bialas
  • The Green Knight (IRL/CDN/USA/GB 2021) Von Sternenstaub, Riesen und grünen Rittern: David Lowery interpretiert einen Seitenarm der alten Artus-Sage neu für unsere Gegenwart – so meditativ wie texttreu und anspielungsreich. – Kritik von Axel Timo Purr
  • Matthias & Maxime (Matthias et Maxime) (Kanada 2019) Ein Kuss, sonst nichts?: Ein Kuss mit Folgen. Dieser Film ist seine Geschichte. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Martin Eden (I/F/D 2019) Das Fieber des Lebens: Pietro Marcello entreißt Jack Londons Meisterwerk seiner Zeit und schafft ein aufregendes, formal starkes und universelles Drama über Politik, Kunst und Liebe im 20. Jahrhundert – Kritik von Axel Timo Purr
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