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Erster Beitrag als Beispiel möglicher Inhalte

Zur Illustration der Möglichkeiten sei das Beispiel zu Hideo Kojimas Auftritt auf der Opening Night Live 2019 kurz erläutert: Ohne zu wissen, wie die Bestuhlung genau aussehen würde, wie hoch oder wie breit die eigentliche Bühne ist und wo man selbst einen Platz bekommen würde, war es dennoch spontan möglich, den Auftritt von Hideo Kojima vor der Bühne filmen zu können. Die kleine, unscheinbare Kamera, die Kim Sofer Matthias in der Hand hielt, erwies sich trotz der durchaus neuen Technologie und der sehr dunklen Lichtgebung als leistungsstark genug, in 4k Auflösung halbwegs gute Bilder aufzunehmen.

Das Stichwort respektive das zentrale Argument, das zum Entschluss in 360° zu produzieren führte, ist "Immersion". Einerseits hat der Zuschauer die Möglichkeit genau das anzuschauen, was ihn interessiert. Andererseits bekommt man zumindest ansatzweise eine Vorstellung davon, wie es sich anfühlt, live Teil der aufgenommenen Situation zu sein.

Die Techologie ermöglicht Spontanität sowie Authentizität und lässt dem Zuschauer zumindest die Option, verschiedene Ebenen und Blickwinkel der gleichen Szene selbst zu bestimmen. Sie transportiert mehr Information pro Sekunde als ein normales 16:9 Video. Mit Blick auf eines der Projektziele Entwickler ins Zentrum zu stellen, war klar, dass mit diesem Format das gesteckte Ziel definitiv erreichbar wird. 

So jung das VR-Format auch sein mag, ist es dennoch ausgereift genug, um gute Beiträge produzieren zu können. Auf Seite der Software ziehen große Häuser wie Adobe und andere kräftig nach, was allerdings nicht bedeutet, dass Automatismen und Algorithmen den größten Teil des Videoeditierens bereits übernehmen könnten: Es bleibt ein stetiger Lernprozess, der wegen der Komplexität des Formats wohl noch lange andauern wird. Mit jedem Video wird die Qualität steigen, sowohl auf Hardware- wie auch auf Produktionsseite.

Die Chronik des ständig wachsenden Pixelwarte YouTube Kanals belegt dies.