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Bauprojekte mit Visionen

28. Oktober 2022

Liebe Lesende,

Reformation bedeutet Erneuerung. Am Montag feiern wir in Brandenburg den Reformationstag - anders als in Berlin und anderswo ist dieser Tag bei uns ein gesetzlicher Feiertag. Und während viele Kinder, nach amerikanischem Brauch, Halloween feiern und nach Süßem heischen, können wir ja einmal darüber nachdenken, was Erneuerung in diesen Tagen bedeutet. Erneuerung - das kann ganz physisch gemeint sein: ein neues Haus, eine Renovierung... Man kann sich aber auch innerlich erneuern, neue Gedanken entwickeln. Und manchmal geht beides zusammen, wie in den folgenden Beispielen.

Die Kirchengemeinde Lübben ruft am Reformationsdienst zur Erneuerung - und zwar nicht nur im Gottesdienst, sondern genau um 15:17 Uhr (!). Dann soll nämlich ein Förderverein zur Ertüchtigung und Entwicklung  der Paul-Gerhardt-Kirche gegründet werden. Der große Kirchenlieddichter Paul Gerhardt ist vor 346 Jahren in dieser Kirche gestorben, und mit Ziel des 350. Todesjahres soll das Gotteshaus barrierefrei und als Begegnungszentrum mit Platz für die Arbeit mit Kindern, für Chöre und mehr gestaltet werden. Sanitäranlagen sind geplant. Solarzellen auf dem großen Kirchendach sind ebenso denkbar. Es könnte eines der ersten und größten Projekte zur Erneuerung von Gotteshäusern in der Region werden...

Groß denken - das war und ist wohl das Motto all derer, die sich mit Erneuerung beschäftigen. 

Die Erneuerbaren Energien erweisen sich mehr als je zuvor als Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Im Wohngebiet Lübben-Nord werden derzeit Wohnungen in energieautarken Häusern vermietet - mit einer für fünf Jahre garantierten Pauschalmiete, inklusive Haushaltsstrom, Heizung und Warmwasser. Die Häuser werden mit Sonnen- und Ökostrom versorgt und mit einer elektrischen Infrarotheizung beheizt. Sie sollen nahezu wartungs- und CO2-frei im Betrieb sein. Während also die Energiepreise überall steigen, gibt es bei diesen Mietshäusern in puncto Kostensteigerungen einige Sicherheit. Doch die Vermietung dieser Wohnungen ist klein Selbst- oder Schnellläufer, wie von Frank Freyer, Chef der Lübbener Wohnungsbaugenossenschaft, zu hören ist.

Bis zur Vermietung von Wohnungen in einem völlig neuen Gemeindequartier für etwa 10.000 Menschen in Schönefeld ist es noch ein weiter Weg - aber erstmals wurde dieser mit einem städtebaulichen Wettbewerb beschritten. Früher, sagt Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel, habe es eine Zeit gegeben, wo abseits großer Strategien einfach losinvestiert wurde. Jetzt gab es eine Ideenfindung in einem großen Wettbewerb. "Dazwischen liegen Welten", sagt Christian Hentschel. "Wir haben jetzt die Chance, eine Wohngegend zu gestalten, sodass die Leute in 20 Jahren sagen: Da haben die sich aber was überlegt!" 

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