Ins Glas geschaut: Oliver Bach testet Riesling von Clemens Busch

Clemens Busch, Riesling "Vom roten Schiefer", 2018, 14,80 Euro FOTO: WEINLETTER

In der WeinLetter-Rubrik "Ins Glas geschaut" stellen Weinexperten, Weinliebhaber, Prominente ihren Wein der Woche vor.

von Oliver Bach

Der Wein: Clemens Busch: „Riesling vom roten Schiefer“, Mosel, VdP, 2018, 12,5 Vol. %, 14,50 € ab Hof.

Der Grund: „Ich trinke gerade einen Clemens Busch, weil sein Weingut biodynamisch arbeitet. Ich halte das nicht für Humbug, wie viele. Im Gegenteil. Biodynamie ist kurz gesagt eine agronomische Methode, deren Ziel es ist, die Böden zu revitalisieren, um so die Ertragsfähigkeit und -qualität zu erhöhen. Die Reben wachsen in und mit der Natur, im Weinberg herrscht ein vitaler Organismus, die Böden sind Humus-lastig. Auf Spritzmittel wird verzichtet. In steilsten Mosellagen wird nix maschinell bearbeitet. Es ist alles Handarbeit. Die Traubenverarbeitung ist schonend, Clemens Busch investiert viel Zeit für die Spontanvergärung und die Ausreifung der Trauben auf dem Hefelager. Er schmeckt für mich nach Mirabelle und Kräuter, hat eine gute Struktur und tolle Mineralität, die für Länge am Gaumen sorgt. Der „Riesling vom roten Schiefer“ ist perfektes Handwerk und hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die 14,50 Euro.“

Oliver Bach hat in Geisenheim Internationale Weinwirtschaft studiert, für Weingüter und Weinhändler weltweit gearbeitet und leitet jetzt die Flüchtlingsunterkunft in Hambrücken. Im WeinLetter wird er seine Expertise teilen FOTO: SARAH SZUBERT

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