Newsletter Mai 2022

Liebe Naturiteressierte,

Der Frühling ist nun voll da!

Zugegeben, kalendarisch hat der Frühling bereits am 20. März begonnen , meteorologisch sogar bereits am 1. März. 

Auch kann man den Frühlingsbeginn nicht nur am Kalender festmachen, auch können wir dafür in die Natur schauen. Die Phänologie  "...befasst  sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden  Entwicklungserscheinungen in der Natur...". 

Dabei werden folgende drei Phasen des Frühlings unterschieden, wobei der jeweilige Beginn mit dem Beginn der Blüte bestimmter Pflanzen zusammenhängt:

  • Vorfrühling: Beginn mit Blüte von Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen, Ende mit Blüte der Salweide.
  • Erstfrühling: Beginn mit Blüte der Forsythie sowie von Beerensträuchern wie der Stachelbeere und Obstbäumen wie Kirsche, Pflaume und Birne, von Schlehe und Ahorn; Laubentfaltung von Birke und Buche.
  • Vollfrühling: Blüte von  Apfel, Flieder und Rosskastanie; Laubentfaltung von Eiche und Hainbuche.

Vielleicht habt ihr es bereits bemerkt: Forsythie und Birke blühen, und auch die Kirschen und Schlehen fallen mit ihren weißen und rosafarbenen Blüten in der Landschaft sehr auf. Wir befinden uns also voll im "Erstfrühling".

Welche Pflanzen nun interessant für uns sind

Die Bärlauchzeit ist spätestens jetzt gebietsweise komplett vorbei, aber nicht verzagen!

Eine Pflanze, die zugegebenermaßen nicht ganz so intensiv schmeckt wie Bärlauch, aber dennoch ein ähnliches Aroma aufweist, ist die Knoblauchsrauke

Dieser Kreuzblütler ist überhaupt nicht mit dem Bärlauch verwandt, sondern steht Raps, Kohl und Senf nahe. Wo kommt dann das Knobiaroma her? Die enthaltenen Senfölglycoside sind für diesen typischen Geruch und Geschmack verantwortlich. Der Vorteil: man bekommt davon keinen Mundgeruch.

Unser Rezepttipp:

Knoblauchsrauken - Pesto

  •  100 ml nicht bitteres Olivenöl
  •  2 EL Sonnenblumenkerne
  •  Salz
  •  4 handvoll Knoblauchsrauke 
  •  Schuss zitrone 

Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Öl ganz vorsichtig anrösten. Ständig rühren und nicht aus den Augen lassen. Sie dürfen nicht schwarz werden, da sie sonst bitter werden. Etwas abkühlen lassen und mit dem Zauberstab oder dem Mixer zu feinem Pulver zermahlen. Die Knoblauchrauke waschen und klein hacken. Wenn man sie hackt, schmeckt es ganz anders. Mit Olivenöl auffüllen, Zitrone dazu, salzen und umrühren, bis alles eine Masse ergibt. Im Kühlschrank etwa 1 Woche haltbar.

Bon Appetit!

 

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Wildkräuter, die gerade jetzt in diesem Anfangsstadium besonders zart und lecker sind. Dazu gehören unter anderem: junge Ahorn- und Birkenblätter, Giersch und der Gundermann.

Was macht die Tierwelt im Mai?

Vorallem die Vögel zeigen uns, dass der Frühling nun schon voll im Gange ist. Gurrende Ringeltauben, die fleißig Äste für ihr Nest sammeln und auch andere Vogelarten sind sehr emsig. Die Nachtigall hat das tropische Winterquartier in Afrika verlassen, und singt ihr markantes Lied wieder bereits in unseren Hecken und Bäumen, generell zwitschert und trällert es unentwegt. 

Auch die Insektenwelt ist erwacht, neben vielen Wildbienen wie Hummeln, die aufgrund ihres dichten, warmen Pelzes bereits seit vielen Wochen umherfliegen können, sieht man nun auch wieder vermehrt Schmetterlinge wie den Zitronenfalter. Wer nun etwas für die Tier- und Pflanzenwelt etwas tun möchte, der wartet noch einen Moment ab, bevor er/sie im Garten mäht. Gerade viele Frühblüher bieten der erwachten Insektenwelt wertvolle Nahrung. Und die kommen wieder um vielen anderen Tieren zu nutze. Also: am besten den Rasenmäher noch einen Moment ruhen lassen!

Was wird es sonst so geben im Mai?

In den nächsten Wochen werden wir weitere Artikel, rund um Wildkräuter und unsere Tierwelt veröffentlichen. Zudem sind die ersten Podcastfolgen in der Mache, sobald sie Online sind, werdet ihr Unterstützer*innen als erste benachrichtigt und erhaltet exklusiven Zugang zu Hintergrundfolgen.

Vielen vielen Dank, dass ihr uns unterstützt!

Liebe Grüße,

Manuel, Laureen, Victor, Mila, Lara, Giovanna und Ramona von Waldsamkeit

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