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unterwegsmitanna in der Südsteiermark

In diesem Beitrag gibt’s Ausflugstipps, Sehenswertes und Informationen zu Übernachtung und Anreise für einen Ausflug in die Südsteiermark, an die Grenze zu Slowenien, genauer gesagt nach Bad Radkersburg.

Die Region hat sehr viel zu bieten. Je nach Jahreszeit und Interessen empfehle ich einen 3- bis 4-tägigen Aufenthalt, doch auch bei längeren Aufenthalten wird es bestimmt nicht langweilig.

Bad Radkersburg 

ist eine kleine Stadt, die durch ihre historische Altstadt beeindruckt. Der Hauptplatz und frühere Marktplatz lädt mit seinen zahlreichen Cafés zum Entspannen ein, die Mariensäule ziert seine Mitte. Jeden Freitag findet hier von 13 bis 16 Uhr ein Bauermarkt statt. Am Ende des Platzes befindet sich der Rathausturm, der auch das Wahrzeichen der Stadt ist. Durch das Frauentor erreiche ich den Frauenplatz, der zwischen Hauptplatz und Murgasse gelegen ist. Am Frauenplatz befindet sich die Frauenkirche (Maria Hilf). Durch die zahlreichen netten kleinen Gässchen rund um den Hauptplatz könnte ich stundenlang spazieren. Vor einem Tor entdecke ich eine Kiste mit frisch geernteten Äpfeln: „Zur freien Entnahme – lass es dir schmecken“. Sehr sympathisch. Der Pfarrgasse folgend lande ich bei der Stadtpfarrkirche (dem hl. Johannes der Täufer geweiht). Am Südtirolerplatz befindet sich der ehemalige Wehrturm beim Kapuzinerkloster.

Regionalmuseum im alten Zeughaus:

Das Museum ist von Mai bis Oktober an den Tagen Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen gibt es mittwochs und freitags jeweils um 15 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 €.

Hafnerwerkstatt im Johannes Aquila Kulturhof am Hauptplatz:

Die kleine Ausstellung über Hafner und Töpfer ist im Hinterhaus und von Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Parktherme:

Für kältere Jahreszeiten, Regentage oder auch einfach, weil es schön ist, kann ich einen Tag in der Parktherme empfehlen. Die Therme wird mit Thermalwasser aus dem sogenannten „Vulkanland“ gespeist und umfasst verschiedenste Becken für Groß und Klein, sowie einen Saunabereich, der unter anderem mit einem Murnockerl Dampfbad und einer Weinkellersauna auftrumpfen kann. Die Therme ist täglich ab 9 Uhr geöffnet. Montag bis Donnerstag hat die Therme bis 21:30 Uhr, Freitag und Samstag bis 23 Uhr und am Sonntag bis 20 Uhr geöffnet. www.parktherme.at (Öffnet in neuem Fenster)

Vor der Therme gibt es dienstags, donnerstags und samstags von 14:30 bis 17 Uhr einen kleinen Bauernmarkt.

Murauen:

Die Murauen sind ein Augebiet, welches sich zwischen Bad Radkersburg und Halbenrain befindet. Die Murauen bieten Erholung und Rückzugsort für Mensch und Tier. Die Auen können zu Fuß oder mit dem Fahrrad direkt von Bad Radkersburg aus erkundet werden.

Informationen zu Radtouren und Radwegen finden sich hier: https://www.badradkersburg.at/bewegen-geniessen/rad-bewegung/radregion/genussradfahren/ (Öffnet in neuem Fenster)

Weitere Informationen zu Bad Radkersburg sowie einen Stadtplan findest du unter: www.badradkersburg.at (Öffnet in neuem Fenster)

In der Umgebung

Rund um Bad Radkersburg gibt es ebenfalls einiges zu entdecken.

Klöch ist eine wunderschöne Ortschaft, die von Weingärten umgeben ist. Der Ort liegt etwa 10 Km von Bad Radkersburg entfernt. Das entspricht 11 Minuten mit dem Auto, 28 Minuten mit dem Bus oder 40 Minuten mit dem Fahrrad. Einen Abstecher ist Klöch auf jeden Fall wert. Am Marktplatz findet jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr ein Bauernmarkt statt. Im Ortszentrum gibt es einen kleinen Parkplatz inkl. Lademöglichkeit, von dem aus auch die Wanderwege starten. Sehr zu empfehlen ist der Traminerweg. Der Weg teilt sich in zwei Etappen: eine rund um den Seindl (7 Km) und eine rund um den Hochwarth (6,5 Km). Ich habe mich für die Variante rund um den Hochwarth entschieden. Der Weg, der durch das Symbol der Traminer Rose gekennzeichnet ist, führt durch Weingärten, die mit Rosen gesäumt sind, an einem kleinen Weinkeller vorbei, in dem man mit etwas Glück ein Gläschen zu Verkostung ergattern kann, durch ein Stückchen Wald und zu guter Letzt an der Burgruine Klöch vorbei zurück ins Ortszentrum. Von der Burgruine konnte ich eine fantastische Aussicht auf die Ortschaft und die Weinberge genießen. Sowohl zwischen den Weingärten als auch im Ort selbst lassen sich zahlreiche tolle Heurige finden, doch die Aussicht hat ihren Preis.

Den Ort St. Anna am Aigen habe ich durch Zufall gefunden und mich in die Aussicht vor Ort verliebt. St. Anna am Aigen liegt erhaben, die Aussicht bei Schönwetter kann sich sehen lassen. Der Ort ist klein, er hat nicht viel zu bieten, doch auch hier lohnt sich der Besuch bei einem Heurigen. Ich kann den Heurigen ... sehr empfehlen. Die Zufahrt ist zwar aufgrund der steilen Straße etwas abenteuerlich, aber der Wein ist gut, das Essen g’schmackig, die Preise bodenständig. Bei warmem Wetter kann man gemütlich draußen im Grünen und im Schatten sitzen, oder sich direkt vor dem Haus platzieren.

Die Grenze zu Slowenien ist zum Greifen nahe. In Bad Radkersburg kann man vom Zentrum aus über die Brücke, über die Mur ins Nachbarland spazieren. Über Slowenien wird es noch einen eigenen Beitrag geben, aber an dieser Stelle sollen Schloss Oberradkersburg und Schloss Grad nicht unerwähnt bleiben.

Das Schloss Oberradkersburg ist von Bad Radkersburg aus sichtbar, es liegt nur wenige Kilometer entfernt. Majestätisch steht es auf einer kleinen Anhöhe am südlichen Murufer. Das Schloss ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 1 € in den Schlosspark, 2 € in den Schlosshof und 10 € in die oberen Etagen.

Das Schloss Grad liegt etwa 18 Km von Bad Radkersburg entfernt. Das Schloss liegt im Wald, sogar im Schlosshof befinden sich Bäume. Das Schloss hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Montag ist Ruhetag. Im Winter können die Öffnungszeiten verkürzt sein. Der Eintritt ins Schloss beträgt 4 €.

Anreise

Es gibt viele Möglichkeiten, um nach Bad Radkersburg zu kommen.

  • Mit den Öffis – Von Wien nach Graz, weiter nach Spielfeld und schließlich nach Bad Radkersburg. Die Zugfahrt dauert insgesamt etwa 4 ½ Stunden. Öffentlich anzureisen hat den Nachteil, vor Ort nicht so mobil zu sein. Es gibt Busse zwischen den Ortschaften, doch auch ein Fahrrad (mitgenommen oder ausgeborgt) steigert die Mobilität enorm.

  • Mit dem e-Auto – auf der Strecke gibt es zahlreiche e-Tankstellen, Apps wie abetterrouteplanner.com (Öffnet in neuem Fenster) helfen bei der Streckenplanung. In Bad Radkersburg selbst gibt es e-Tankstellen in der Stadt sowie kostenlosen Lademöglichkeiten bei der Therme, in Klöch eine Lademöglichkeit im Ortszentrum und beim Zotter am Parkplatz. Wer kein eigenes Auto hat, dem kann ich Rail & Drive von der ÖBB sehr ans Herz legen: u.a. in Wien und Graz stehen e-Autos zur Verfügung.

  • Ganz oldschool mit dem Auto. Vielleicht mit Stopp in Bergl bei der Schokoladenfabrik?

Zwischenstopp am Hin- oder Rückweg

Für mich ist ein Besuch in der Zotter Schokoladenfabrik bei einem Aufenthalt in der südlichen Steiermark ein absolutes Muss. Zum einen kann die Fabrik besichtigt werden, der Rundgang lädt zum Genießen und Verkosten ein, zum anderen ist das großräumige Gelände nicht nur für Schokoladenfans einen Aufenthalt wert. Neben der Fabrik gibt es auch großen Außenbereich mit vielen Tieren, den „essbaren Tiergarten“ sowie das Restaurant, in dem Speisen mit und aus ebendiesen Tieren gegessen werden können. Was sich im ersten Moment arg anhören mag, ist bei genauerer Betrachtung genial: die Tiere genießen eine Freilandhaltung inkl. Kuscheleinheiten, die Nahrungsmittel für das Restaurant kommen direkt aus der Region, die Transportwege sind kurz und das Beste: das Bewusstsein für die Herkunft unserer Lebensmittel kann wiedergefunden werden.

Übernachtung

Ursprünglich wollte ich auf dem Campingplatz in Klöch übernachten, da dieser sehr nett ausgesehen hat und ich den Ort sowieso besuchen wollte, sie hatten aber keinen Stellplatz mehr frei. Also habe ich mich für einen kleinen Campingplatz in Bad Radkersburg entschieden. Der Campingplatz „Alt-Weindörfl“ liegt trotz seiner nähe zum Zentrum im Grünen. Es gibt eine große Wiese für Camper und Zelte, die Besitzer sind freundlich und auf Wunsch wird morgens Gebäck vorbeigebracht. Der Preis beläuft sich auf ca. 26 €/Nacht für zwei Personen mit Zelt (Stand 2020). Weitere Informationen unter: markowitsch.jimdo.com (Öffnet in neuem Fenster)

Bad Radkersburg hat noch einen weiteren Campingplatz, der „Camping Parktherme“, der, wie es der Name bereits vermuten lässt, direkt zur Parktherme gehört und sich auch angrenzend befindet. Der Preis beträgt hier etwa 28 €/Nacht für zwei Personen mit Zelt. Näherer Informationen unter: www.parktherme.at/camping (Öffnet in neuem Fenster)

* Alle Links und Markennennungen sind als unbezahlte Werbung zu verstehen. Ich verlinke und nenne, was ich als gut und nützlich empfinde, ohne eine Gegenleistung dafür zu bekommen.

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