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Ohne Fleiß kein Preis (The Happy Worklife 4/23)

Es ist Samstagmorgen - und damit gibt es eine neue Ausgabe des Happy Worklife Newsletters! #yeah - Ehrlich gesagt, ist das meine absolute Lieblingsaufgabe am Freitag, wenn ich mich hinsetzen und diesen Newsletter schreiben kann.

💭 Heute soll es um ein Thema gehen, das mich selbst immer wieder beschäftigt: Wie entscheide ich, wann es Zeit ist mit etwas aufzuhören? Ich bin ein "Durchziehen"-Typ, muss ich zu geben. Und obwohl das allseits als Stärke wahrgenommen wird, bin ich mir nicht sicher, ob das so stimmt:

🙅🏻‍♀️ Ich habe mir jedenfalls vorgenommen das langweilige Buch schneller wegzulegen, in überflüssigen Meetings schneller zu fragen, was wir hier eigentlich tun und mich nicht von meiner inneren Stimme durch Durchhalten zwingen zu lassen. "Happy Aufhören" ist dieses Jahr ein Lernziel!

Give it all - or give up?

Ich bin 1979 geboren und "ohne Fleiß kein Preis" habe ich sowas von verinnerlicht. Wenn Du etwas erreichen willst, musst Du hart arbeiten. Intrument lernen? Üben! Gerade Zähne? Mehrere Jahre Zahnspange tragen! Aufgeben? Damit kommt man nicht weit.

🎯 Ziele sind wunderbar, sie geben uns Struktur und Purpose und helfen uns, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen. Deshalb ist das Durchhalten in uns auch so fest verankert. Problematisch wird es erst, wenn ein Ziel nicht erreichbar ist - entweder weil es zu groß ist, oder weil sich unsere Ressourcen/Voraussetzungen verändert haben.

✋🏻 Wenn wir an unrealistischen Zielen festhalten und uns weigern, sie loszulassen, setzen wir uns unter massiven Druck und Stress - und scheitern immer und immer wieder. Frustrierend und auf Dauer absolut ungesund.

🤔 Consistency is key. Giving up, too.

Aufgeben ist also immer eine Option. Aber wir macht man das eigentlich? Und wie findet man heraus, wann der richtige Moment dafür gekommen ist? 

👉🏻 Vielleicht helfen Die diese Impulse weiter:

  • Bringt Dir die Arbeit auf das Ziel hin irgendetwas Positives? (Lernen, Wachstum, Weiterentwicklung?) Oder kostet es Dich nur Energie?
  • Nenne es nicht Aufgeben - sondern Anpassen. Das Leben verändert sich, also dürfen das auch Deine Ziele.
  • Etwas aufgeben bedeutet auch: Raum für Neues schaffen! Überlege, was ein neues Ziel oder Vorhaben sein könnte.
  • Du hast Zeit und Energie in dieses Ziel investiert - trotzdem sollte das Deine Entscheidung fürs Aufhören/Weitermachen nicht beeinflussen.
  • Abschluss finden: Was hat Dir dein Aufwand bisher gebracht? Welche Erkenntnisse hast du gewonnen? Nichts ist wirklich umsonst.
  • Lege einen Termin fest: Beobachten, abwarten, mal schauen - so zieht sich das Aufhören wie Kaugummi. Lege einen Termin für deine Entscheidung fest und trage ihn als Termin in deinen Kalender ein.

(Du möchtest ein bisschen weiterlesen? Hier (Öffnet in neuem Fenster)findest Du eine interessante Studie zum Thema!)

Links der Woche

📖 Gelesen | Was wir von Pilot:innen etwas über das Prioritäten setzen lernen (Öffnet in neuem Fenster) können. In jeder Situation gilt für sie eine  Top-Priorität, die Vorrang vor allem anderen hat: Fly the aircraft. Was ist die eine Sache, die Du nicht aus den Augen verlieren darfst - weil sonst der Rest auch egal ist? Das ist deine "Fly the aircraft"-Priorität.

📲 Geklickt | In diesem TED-Talk mit Kelly McGonigal (Öffnet in neuem Fenster)habe ich gelernt, dass  Stress durchaus auch etwas Gutes kann - und zwar, wenn wir ihn positiv besetzen und die Stressreaktion unseres Körpers (z.B. schnellerer Herzschlag, schnellere Atmung) als hilfreiche Vorbereitung auf die Herausforderung wahrnehmen.Studien zeigen, dass allein durch diese Wahrnehmungsveränderung die negativen Folgen von Stress auf uns abnehmen. Sehr spannend - und witzig ist sie auch. 😉

💡 Gelernt | Dass körperliche Aktivität gut für unser Gehirn ist, hörst Du sicherlich nicht zum ersten Mal. Britische Forscher wollten nun genau herausfinden, welche Art von Sport unserem Kopf gut tu (Öffnet in neuem Fenster)t: Unser Gehirn mag intensive körperliche Belastung (Mist!) – und braucht gar nicht viel davon (Yay!). Schon 6-9 Minuten starke Beanspruchung durch Aerobic, Joggen, Schwimmen oder ähnliches pro Tag verbesserte die Hirn- und Gedächtnisfunktionen deutlich.

➜ Tipp der Woche

📰 Ich möchte meinen Nachrichtenkonsum bewusster steuern - und nicht zufällig zwischen zwei Aufgaben via Google News in einen Artikel hineinstolpern, weil die Headline mich "anschreit". Du möchtest das auch? 

  • 🔁 Gestalte eine Nachrichten-Routine: Wann hast du Zeit, Dir einen Überblick über aktuelle Geschehnisse zu verschaffen?
  • 🏠 Finde einen Ort, an dem Du Nachrichten aus verschiedenen Quellen kuratiert lesen kannst - ich benutze Feedly (Öffnet in neuem Fenster). Hier kannst du verschiedene Nachrichtenseiten/Themen abonnieren und in unterschiedliche Feeds einsortieren (z.B. ein Bücher-Feed, ein News-Feed...).
  • 🙈Weiterer Vorteil: Die Nachrichten sehen im Feed alle gleich aus - kein Clickbaiting durch Fotos oder riesige Headlines möglich. It's just news.

That's that – und damit beginnt nun das Wochenende! Kleine Erinnerung: Ich habe am vergangenen Mittwoch einen Deep Dive für Mitglieder zum Thema "Stress - und wie man damit umgeht" veröffentlicht. Schon gelesen? 

Herzlichen Dank an alle Steady-Mitglieder! Ihr ermöglicht, dass ich einen Teil meiner Arbeitszeit mit sehr viel Freunde in die Inhalte für Steady & Instagram stecken kann. 🥰

Startet gut ins Wochenende – viele Grüße,

Kategorie HappyWorklife Newsletter
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