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Abendroutine: Den Tag reflektiert beenden

So, herzlich willkommen zum letzten Teil meiner kleinen Routinen-Reihe! Auf dieses Thema habe ich mich besonders gefreut, wenn ich ehrlich bin – denn „meine“ Zeit am Abend liegt mir sehr am Herzen. Und vielleicht kann ich ja auch Dich motivieren, dir abends ein wenig Zeit für eine schöne Abend-Reflexionsroutine zu nehmen?

„Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“, lautet ein relativ berühmtes Zitat des Philosophen Sören Kierkegaard. Das Zitat wird meistens benutzt, um dazu zu motivieren, nach vorne zu schauen und nicht in der Vergangenheit zu leben – aber heute möchte ich deine Aufmerksamkeit auf das Zurückschauen lenken.

Abends noch einmal auf den Tag zu gucken, bringt wichtige Erkenntnisse und kann ausgesprochen motivierend sein. Wie kann man eine Abendroutine gestalten, in der man gewinnbringend den vergangenen Tag reflektieren und daraus Inspiration für den nächsten Tag ziehen kann? Dazu möchte ich Dir hier ein paar Anregungen liefern.

Warum Selbstreflexion wichtig ist

Wieso solltest du überhaupt zurückschauen? Ist das nicht eigentlich totale Zeitverschwendung – wir wollen doch produktiv sein?  

So ein Tag ist ganz schön lang, und vieles, was wir im Laufe eines Tages so tun, machen wir nebenbei. Das bedeutet: Abends haben wir nur noch die „großen“ Dinge im Kopf – und das sind meist Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie wir es geplant hatten. Fehler, Unvollendetes, was wir gar nicht angefangen haben, wobei wir uns schlecht gefühlt haben: Wir Menschen haben leider einen ziemlich negativen Erinnerungsfokus. Das bedeutet, dass wir uns die positiven Dinge, und das Erreichte und Geschaffte bewusst in Erinnerung rufen müssen, um ein Gleichgewicht in unserem Kopf herzustellen.

Reflexion macht Geschafftes sichtbar und sorgt für mehr Zufriedenheit. Wir erhalten dadurch das so wichtige Gefühl von Selbstwirksamkeit – und können uns mit den Dingen, die nicht so gut gelaufen sind, weiterentwickeln. Kennt ihr den Begriff „Matthäus-Effekt“? Diese These aus der Soziologie lässt sich am besten so zusammenfassen: Erfolg gesellt sich gerne zu Erfolg („Success breeds success.“). Dazu müssen wir uns angewöhnen, uns unsere Erfolge auch als solche bewusst zu machen und sie abzuspeichern – denn das hilft uns, motivierter an Herausforderungen heranzugehen.

Und wenn es nicht läuft? Reflexion sorgt dafür, dass wir nicht im Ärger-Modus hängen bleiben, sondern konstruktiv werden. Was möchte ich beim nächsten Mal anders machen? An welchen Details ist es wirklich gescheitert? Wie viel davon liegt tatsächlich in meinem Einflussbereich? Diese Fragen bringen dich sehr viel weiter, als der reine Frust über das schiefgelaufene Projekt.

Reflexion ermöglicht uns eine kurze Auszeit, wir drücken für ein paar Minuten die Pause-Taste im konstanten Flow von immer neuen Aufgaben, mit denen wir durch unser Leben rauschen. „Fertig“ gibt es ja oft gar nicht mehr – der Abschluss der einen Aufgabe wird überschattet von der bereits begonnenen, holprigen Anfangsphase der nächsten. Wenn diese natürlichen Zäsuren für „Lessons learned“ fehlen, müssen wir uns selbst Momente zum Zurückschauen schaffen. Zum Beispiel in Form einer Abendroutine!

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