Julian Reichelt scheitert nach vorne

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Julian Reichelts neues Medium

So oft mir in den vergangenen zehn Jahren gesagt wurde, dass niemand Medien-Startups braucht und Medien kein gutes Geschäft sind, meine prominenten männlichen Kollegen dürften diese Aussagen nicht hören. Und wer von seinem Arbeitgeber wegen Missachtens der Compliance-Richtlinien (sprich: das Machtverhältnis zu jüngeren Mitarbeiterinnen ausgenutzt hat) entlassen wurde, bekommt immer irgendwo eine neue Chance: Dass Ex-Bild-Chef Julian Reichelt ein neues Medium gründet, darüber wurde in den vergangenen Wochen immer wieder spekuliert. Jetzt wird es offiziell: Ende März hat Reichelt die Rome Medien Gmbh gegründet, sie soll in erster Linie Fernsehen produzieren. Die ersten Mitarbeiter:innen werken schon in einem Coworking-Space in Berlin. Recherchen deuten daraufhin, dass der Milliardär Frank Gotthardt ein maßgeblicher Geldgeber für das Projekt ist. Wieder mal ein gutes Beispiel für souveränes nach vorne Scheitern. 

Dazu passend die aktuelle Folge des Smart Casual Business Podcasts mit Nina Wöss, die dafür sorgt, dass nicht nur weiße, männliche Gründer gefördert und finanziert werden.

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Bis morgen!

Lisa

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