Was ist eigentlich mit Karneval?

Zumindest im Rheinland macht man sich über diese Frage viele Gedanken. Mir stellt sie sich in diesem Jahr kaum - ich werde einfach nicht in der Stadt sein. Aber selbst wenn ich hier wäre, würde ich mich weder in eine übervolle Kneipe noch auf eine übervolle Straße stellen. Das entspricht nicht meiner Auffassung von Pandemiebekämpfung. Was aber durchaus geht: Das Divertissementchen. Es findet im Staatenhaus auf der Schäl Sick statt. Dort gibt es eine Lüftungsanlage. Und: Die Sänger stehen mit Mundschutz auf der Bühne. Ja, das kann verwirrend sein, weil man nicht immer sofort sieht, wer singt. Aber: Dank einer speziellen Mikrofonierung hört man kaum einen Unterschied zum Gesang ohne Maske. Letztlich ist es auch einfach so: Ohne Maske wäre die Gefahr groß gewesen, dass Vorführungen ausfallen müssen, weil ein Teil der Besetzung krank oder in Quarantäne ist. So what? Besondere Zeiten fordern eben besondere Lösungen. 

Standing Ovations bei der Premiere

Im Divertissementchen geht es in diesem Jahr übrigens um Napoleon und die deutsch-französische Freundschaft. Eines meiner Lieblingswörter aus der aktuellen Aufführung ist der Poussierstengel, also ein Mann, der einer Frau schmeichelt, um ihr nah zu kommen. Bemerkenswert finde ich außerdem, wie schlecht die katholische Kirche in diesem Jahr wegkommt. Aber nun ja, verwunderlich ist das nicht. Erfreulich: Üblicherweise werden Karten für das Divertissementchen vererbt. In diesem Jahr gibt es noch welche - wenn Ihr schnell seid. Lohnt sich.

Alle, die lieber zurückgezogener feiern wollen, finden tonnenweise Unterhaltung im Jeckstream. Was ich aus meinen Erfahrungen von 2021 empfehlen kann, ist der Stream der Puppensitzung im Hänneschen Theater. Das Ticket dafür habe ich schon, sehen werde ich das aktuelle Stück aber erst Anfang März.

Auf einen Cocktail

Gar nichts mit Karneval hat dieser Tipp zu tun: Ich war das erste Mal seit vielen Jahren in der Legends Bar im Hyatt. Die ist hübsch! In warmen Braun-Gold-Tönen. Und mit einer interessanten Cocktailkarte. Von einigen Drinks hatte ich noch nie gehört. So gibt es dort beispielsweise einen wirklich erfrischenden Lillet Clémentine. Oder einen Pepper Bell mit Chili. Ich hatte einen Ma Cherie mit Rum, Kirsche und Himbeere.

Wie spontan bist du?

Ganz kurzfristig habe ich noch einen Tipp für dich für heute Abend: Ich werde im Globetrotter in Köln beim Travel Slam einen kurzen Vortrag über Tansania halten. Es gibt noch Karten. Mit mir auf der Bühne sind zwei erstaunliche Männer: Einer war alleine in den Dolomiten unterwegs, der andere ist über 10.000 Kilometer durch die USA gewandert.

Und dann habe ich noch etwas zu verschenken

Wer sich als Erste*r und vor dem 9. Februar bei mir meldet, bekommt eine CD mit den Songs zum Köln-Musical Himmel und Kölle. Das steht nämlich ab dem 15. Februar wieder auf dem Spielplan der Volksbühne am Rudolfplatz.

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Um es mit dem Divertissementchen zu sagen: Trottoir, Pissoir, Au revoir

Bettina

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