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Die Macht eines kleinen Wortes

„Heute muss ich unbedingt noch staubsaugen! Ach Mist, und die Wäsche ist ja seid vorgestern in der Maschine. Die Kids müssen noch unbedingt geduscht werden, wir waren ja auf dem Spielplatz, das muss ich noch schaffen. Und was soll ich morgen eigentlich zu essen kochen? Und die Rechnungen muss ich ja auch noch überweisen...“ - Gedanken wie diese kommen sicher jedem von uns, bei Zeiten, sehr bekannt vor. Mal häufiger, mal seltener.

Die Überforderung mit dem eigenen, normalen Alltag. Der Spagat zwischen Elternteil, Job, Mensch und sonstigen Wünschen und Verpflichtungen ist oft gar nicht so einfach zu schaffen. Der rote Faden schlängelt sich so irgendwie durch, zwischen dem Perfektionismus, der zum Schein vor seinem Umfeld aufrecht erhalten werden muss, und der Gleichgültigkeit, weil man einfach so erschöpft und müde von dem Schein des idealen Lebens ist.

Achtsamkeit, Selbstliebe, Meditation, Zeitmanagement, Stressbewältigung, Training, …. was es nicht alles zu geben scheint um zu einem ruhigen und erfüllten Leben zu finden. Achtsamkeit und Echtheit um den Drang nach Perfektionismus, möge er auch noch so klein und unbedeutend erscheinen, abzulegen. Das klingt so schön und so einfach, so schnell zu machen. Aber ja, genau hier liegt ja das Problem. Man muss ins Tun kommen um etwas zu ändern, so richtig nachhaltig. Ja stimmt, ist ziemlich unbequem sich aus seiner Komfortzone zu bewegen, aufzustehen, und im schlimmsten Fall noch eine Aufgabe anzustreben, in all dem Alltagswahnsinn.

Prioritäten neu ordnen, klar, das ist auch eine Möglichkeit. Möglichkeiten und Wege zu mehr Ruhe und Entspannung, zu mehr „Me-Time“ gibt es so viele wie Sterne am Himmel. Aber was passt denn da überhaupt so zu einem? Muss ich nicht erst mal den Workshop besuchen, würde ja auch online gehen. Aber ist dass dann auch so intensiv wie in echt? Oh man, oder vielleicht doch das Buch über achtsames Leben im Einklang mit sich selbst lesen? Aber wann? Abends im Bett? Als ob ich es schaffen würde nicht vor der ersten, gelesenen Seite noch wach zu sein.

Wie wäre es, wenn es eine ganz andere, und sehr einfache Möglichkeit gäbe, ein kleines Stück mehr Freiheit und Leichtigkeit für sich zurück zu holen? Schwer zu glauben, oder? Aber die Lösung ist so offensichtlich, so klar, dass sie so unscheinbar erscheint und einfach von uns übersehen wird.

Lass mich dir folgende Fragen stellen: Wie häufig hast du in den letzten 24 Stunden „Ja“ gesagt, aber im tiefsten Inneren „Nein“ gemeint? Zu Dingen die dir, in der akuten Situation, wirklich widerstrebt haben? Wie die Aufgabe des Kollegen zu übernehmen, der gestern unbedingt ganz dringend doch eher weg musste? Die Kinder von der Nachbarin für eine Stunde mit beaufsichtigen, damit sie schnell was erledigen konnte? Zum Spielplatz nach dem Kindergarten gehetzt, damit es kein Theater gibt mit den lieben Kleinen weil es zu Hause ja so langweilig ist? Ich denke hierfür gibt es unzählige Beispiele, jeden Tag, bei jedem von uns.

Was wäre denn das schlimmste, was passiert wäre, wenn du „Nein“ gesagt hättest? Und was hätte dann die Reaktion des Gegenübers mit dir genau zu tun? Wieso wäre das dein Problem? Wie würdest du dich morgen fühlen, wenn du gestern „Nein“ gesagt hättest? Wie würdest du dich in einer Woche fühlen?

Es ist eine wirklich einfache Lösung. Na ja gut, keine Lösung für all die Probleme und Dinge die einen zurück werfen oder aufhalten. Aber es ist ein erstes kleines Teilziel, ein erstes Ziel auf dem Weg zu einem erfüllten Leben. Das „Nein“ - vier Buchstaben aber so machtvoll und effektiv. Bei Kindern nutzen wir es viel zu häufig, bei Erwachsenen dann doch leider viel zu selten. Warum nur ist das so? Welche Thematik liegt dem zu Grunde? Liegt es daran, dass ein Teil unseres inneren Kindes damals immer versuchte es unseren Eltern recht zu machen? Das Bedürfnis des Gesehen-werden? Nun gut, ich schweife ab...

Auf jeden Fall, probiere es aus. Fühle in dich hinein, bevor du antwortest, wenn dich heute jemand um etwas bittet. Nur für eine Sekunde, und dann lass deine Intuition sprechen. Habe heute den Mut aus tiefstem Herzen, in vollster Überzeugung und mit einem wirklich guten Gefühl „Nein“ zu sagen.

Hast du das Bedürfnis einmal ausführlich über eine spezielle Thematik zu sprechen und/oder benötigst konkrete Unterstützung, verweise ich dich gerne auf meine Beratungsseite Herzkomplizen Coaching.