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Resilienz – Über Abhärtung, Verweichlichen und Da-durch-müssen. Ein umarmender Kommentar.

„Wie soll das denn dann später werden? Das Leben ist kein Ponyhof!“ So hart und unmenschlich diese Stammtischparole ist, ganz falsch ist sie ja nicht. Die Frage ist also: Wie bereiten wir unsere Kinder – und uns – auf die Härten des Lebens vor?

Die Audiodatei findest du jetzt immer etwas weiter unten, hinter der Paywall.

„Da muss es jetzt eben durch!“

Vorgestern habe ich das High-Need-Bullshit-Bingo auf Instagram gepostet und dieser Satz ist vermutlich ein Klassiker, den abgesehen vom High-Need-Thema so ziemlich alle Eltern schon mal gehört haben, wenn sie sich bemüht haben, ihren Kindern einen Übergang oder eine Situation so leicht wie möglich zu machen, sie so lange zu trösten, wie sie es brauchen und sie in ihrer wütenden Not nicht abzustrafen – denn das ist ja für Zuschauer oder Beteiligte auch durchaus unkomfortabel (ist es in der Regel schon für die Caregiver selbst).

Heute Morgen dann wurde ich durch die Nachrichten in dieses ungute, eng kribbelige Gefühl von Angst geworfen, das ich noch von Beginn der Pandemie her kannte. Russland beginnt einen Krieg und die EU ist involviert. Somit auch Deutschland. Und ich habe reingefühlt und mich erinnert daran, wie es Anfang 2020 war, als klar war: da passiert etwas Bedrohliches und zwar etwas, was nicht weit weg sein wird, sondern direkt an uns dran.

Aus diesem Gefühl heraus und meinem Wissen: "Okay, no Feeling is final, du wirst das genauso analytisch verpackt bekommen, wie du auch die Pandemie gepackt hast" ist die Idee zu diesem Artikel entstanden. 

Wie können wir uns für bedrohliche Situationen wappnen? 

Für das, was Angst macht. Für das, was potentiell traumatisierend sein kann. Für das Leben abseits vom Ponyhof und für das, was manchmal auch einfach den Ponyhof überrollt.

Ich nehme euch mit in meine Gedanken, denn tatsächlich ist das hier vor allem eine Ableitung aus dem, was ich mir über die Jahre angelesen und angeeignet habe. Ich bin hier also mitnichten mit Studien unterwegs. Das für die Einordnung. Das hier ist Meinung, von der ich ein bisschen hoffe, dass es auch Fakten sein könnten, würde ich nach Belegen suchen.

Nicht allein

Verlassen wir den Spannungsbogen und lösen direkt auf, was sich mir als der wichtigste Aspekt darstellt: Ja, es stimmt (Meinung), dass Menschen vor allem an Situationen wachsen, die Druck auf sie ausüben. Sozusagen einen Wachstumsdruck. Es ist somit also tatsächlich nicht sinnvoll jede Schwierigkeit, jede Sorge von sich und dementsprechend auch von unseren Kindern fernzuhalten. Vermeidung führt nicht dazu, dass wir besser mit einer Situation umzugehen lernen, sondern eben nur dazu, dass wir die Situation nicht aufsuchen. Wobei Eile mit Weile: Wir müssen defintiv keine Babys in Challenges werfen. 

Das war's erst mal!

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