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Die Dreistigkeit ist grotesk

In dieser Woche habe ich gehört, wie drei Leute Bibi den Tod wünschten. Ich umgebe mich normalerweise nicht mit Menschen, die anderen den Tod wünschen.

Auch in diesem Fall war es keine konkrete Aufforderung oder gar ein eigener Mordplan, nein, die Aussage war Ausdruck der Verzweiflung. Mehr so ein, „wie werden wir diesen Tyrann nur endlich los?“, „Oh Gott, wenn er doch nur eines natürlichen Todes stürbe.“

Seit zwei Jahren geht halb Israel gegen die aktuelle Regierung auf die Straße. Seit anderthalb Jahren leidet das Land unter den Nachwirkungen des 7. Oktobers und dem damit verbundenen Krieg. Letzte Woche ging der Waffenstillstand wieder vor die Hunde, seitdem scheinen Bibi und seine Regierung des Extremismus auf einen D-Zug Richtung Autokratie aufgesprungen zu sein.

Wobei natürlich nichts von alldem, was gerade passiert, wirklich neu ist. Nein, im Grunde genommen haben wir einfach nur eine Schleife um das größte Massaker der jüngeren israelischen Geschichte, ja, der jüdischen Geschichte, gedreht und sind jetzt genau an dem Punkt angekommen, an dem das Land vor dem 7. Oktober stand. Nichts, aber auch gar nichts, hat sich durch den Überfall der Hamas, durch die mehr als 1200 ermordeten Israelis, durch die vielen Toten in Gaza, durch die Geiseln, von denen sich immer noch mehr als 50 in Händen palästinensischer Terroristen befinden, geändert. Nichts hat sich geändert. Das muss man sich mal überlegen. Stell dir vor, dein Land steckt im schlimmsten Krieg seiner Existenz fest und für den Premierminister ändert sich - nichts!

Im Gegenteil.

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