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Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Am Freitag erscheint eine neue Ausgabe der Bayerischen GemeindeZeitung. Darin finden Sie auch unser hoffentlich letztes Corona-Spezial zu einer nicht stattgefundenen Veranstaltung: Den Sonderdruck "Heimische Energie aus Wasserkraft." Ihnen steht der Sonderdruck schon vorab als Download zur Verfügung.

„Wasser. Kraft. Bayern.“ hätte es auch heuer wieder beim 8. Bayerischen WasserkraftForum der Bayerischen GemeindeZeitung am 16. September in Passau heißen sollen. Leider ist die anerkannte Informationsveranstaltung und Dialogplattform den unsicheren Veranstaltungsbedingungen in Corona-Zeiten zum Opfer gefallen. Auch die Premiumpartner LEW Wasserkraft und VERBUND bedauern dies sehr. So erscheint an dieser Stelle ein Sonderdruck mit dem Thema „Heimische Energie aus Wasserkraft“.

In seinem Vorwort zum Sonderdruck schildert Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger zunächst, weshalb Wasserkraft eine tragende Säule der Stromversorgung in Bayern darstellt. Dass die Zukunft sowohl Wasserkraft und Ökologie braucht, erläutert Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber in seinem Beitrag. Um einerseits den Klimawandel zu bremsen, werde die Wasserkraft als nahezu CO2-neutrale und heimische Energiequelle benötigt. Andererseits seien Gewässer als wertvolle und komplexe ökologische Systeme zu erhalten. In diesem Zielkonflikt gelte es, klug und weitsichtig abzuwägen.

Wie es um die bayerische Wasserkraft im Jahr 2021 bestellt ist, darüber informieren im Interview Michael Bohlinger, Geschäftsführer der LEW Wasserkraft GmbH, und Dr. Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer und Vorstand der VERBUNDWasserkraftgesellschaften in Österreich und Bayern. Laut dem Landesamt für Umwelt hat die Wasserkraft hierzulande an der Bruttostromerzeugung einen Anteil zwischen 13 und 16 Prozent und könnte rein rechnerisch zwischen 3,5 und 4 Mio. bayerische Haushalte versorgen. Mit einem für eine nachhaltige Zukunft besonderen Vorteil: Wasserkraft ist CO2-frei, planbar und regional.

Dass seitens der Politik vermieden werden muss, die Bedeutung der rund 4.000 Kleinwasserkraftwerke in Bayern für Klimaschutz und als nachhaltige Stütze für die Energiewende im wahrsten Sinn des Wortes kleinzureden, darauf macht Fritz Schweiger, 1. Vorsitzender der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e. V. (VWB), der Verbandvertretung von über 1.000 Betreibern kleiner Wasserkraftanlagen in kommunaler, genossenschaftlicher und privater Hand, aufmerksam. Auch im Falle der Kleinen Wasserkraft seien gewässerökologische Belange gleichrangig mit Klimaschutz- und Energiewendeaspekten zu betrachten.

Seit über 100 Jahren ist die Deutsche Bahn vor allem mit grünem Strom aus Wasserkraft unterwegs, wie Werner Raithmayr, DB Energie GmbH, darlegt. Ihren Strom bezieht die Deutsche Bahn dabei unter anderem aus zahlreichen Wasserkraftwerken in Deutschland, wie einige Beispiele zeigen.

Dass Wasserkraftwerke in Deutschland einen relevanten Beitrag zur künftigen Netzstabilität und Versorgungssicherheit leisten, darauf verweist die Rheinisch-Westfälisch Technische Hochschule (RWTH) Aachen in einer aktuellen Studie. Eine zum Beispiel durch einen ungeplanten Kraftwerksausfall von bis zu 500 Megawatt hervorgerufene Störung kann hinsichtlich der Momentanreserve ausgeglichen werden. Das entspricht der Leistung eines mittelgroßen Kohlekraftwerks.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

Ihr Team der Bayerischen GemeindeZeitung

Direktlink: https://www.gemeindezeitung.de/archiv/sonderveroeffentlichung/bayerisches-wasserkraftforum/202121_SD%20Heimische%20Energie%20aus%20Wasserkraft_20211105.pdf

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