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Online-Vortrag: Als Christen über Flüchtlinge stritten

Liebe Eule-Abonnent:in! Hunderttausende Menschen fliehen derzeit aus der Ukraine vor dem Krieg. Sie werden in den unmittelbaren Nachbarländern, aber auch bei uns in Deutschland aufgenommen. Die Hilfsbereitschaft ist groß. Das erinnert viele Menschen an die sog. "Flüchtlingswelle" von 2015. Auch damals halfen viele Menschen großherzig, bevor im Land eine andauernde Diskussion über Flucht und Migration anschwoll, die Deutschland für immer verändert hat.

Christ:innen waren und sind bei der Flüchtlingshilfe stark engagiert, doch wird unter ihnen immer wieder auch über den richtigen Umgang mit Flüchtlingen und Migranten gestritten. Nicht erst im 21. Jahrhundert.

Wir laden Sie/Dich herzlich zu einem besonderen digitalen Vortragsabend bei der Eule und mit Jonathan Spanos ein!

In den späten 1970er-Jahren diskutierten evangelische Christinnen und Christen intensiv über flüchtlingspolitische Themen. Während die staatliche Asylpolitik einerseits immer restriktiver wurde, erlebte die Bundesrepublik im Sommer 1979 eine breite Welle der Zuwendung und Hilfsbereitschaft für die im südchinesischen Meer treibenden Bootflüchtlinge aus Vietnam, die als „boat people“ in das ikonographische Gedächtnis der Welt eingegangen sind. 

Die damals verhandelten Fragen sind bis heute aktuell: Werden Flüchtlinge aus Osteuropa gegenüber Menschen aus Ländern der „Dritten Welt“ bevorzugt? Gibt es bei der Rettung von Bootsflüchtlingen überhaupt noch etwas zu diskutieren? Was soll die christliche Haltung zur Flüchtlingspolitik sein? Und welche Rolle sollen die Kirchen bei diesem Thema gegenüber dem Staat einnehmen? 

Der Vortrag von Jonathan Spanos führt zurück in die 1970er-Jahre und versucht diese verschiedene Debattenstränge und historischen Entwicklungen als Vorgeschichte unserer Gegenwart aufzudröseln. Im Anschluss werden wir miteinander diskutieren.

Jonathan Spanos' Dissertation "Flüchtlingsaufnahme als Identitätsfrage" erscheint voraussichtlich im Mai 2022 bei Vandenhoeck & Ruprecht. Darin beschäftigt er sich mit dem Protestantismus in den Asyl-Debatten der Bundesrepublik von 1949 bis 1993 und fördert viele überraschende und herausfordernde Ergebnisse ans Tageslicht. Einen Teil davon bringt er bei der Eule in die aktuelle Debatte ein.

Alle Eule-Abonnent:innen erhalten am Veranstaltungstag eine Email mit den Zugangsdaten für den Online-Vortrag. Eine zusätzliche Anmeldung ist nicht nötig. 

Ein Eule-Abo lohnt sich in diesem Frühjahr also doppelt: Sie/Du unterstützst damit den unabhängigen und kritischen Journalismus der Eule über Kirchen und Religionsgemeinschaften und erhältst einen exklusiven Einblick in aktuelle Forschungen, die für die gegenwärtigen gesellschaftliche Debatten höchst relevant sind. Deshalb:

Laden Sie/ lade doch interessierte Freunde und Bekannte, Kolleg:innen und Weggefährt:innen zum Vortrag von Jonathan Spanos und zu einem Eule-Abo ein!

Wir freuen uns auf die digitale Begegnung mit Ihnen/Dir am 5. April 2022!

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