9 Lektionen, um endlich von dem anstrengenden Achtsamkeits-Getue wegzukommen

Achtsamkeit liegt im Trend. Mal wieder. Wir Menschen suchen nach Zufriedenheit, Glück & Harmonie seit wir von den Bäumen runter sind. Vielleicht wären wir besser Affen geblieben.

Nun, denn. Als bewusste Wesen wollen wir das Leben intensiv erleben, jeden Moment auskosten, das Beste aus allem machen bzw. rausholen, dem Alltäglichen einen Sinn geben, Wichtiges von Unwichtigem trennen. Aber es macht doch ganz schön Druck, alle Tage aufmerksam zu leben, jeden Moment intensiv auszufüllen & genießen zu wollen. Dazu kommt auch noch die Angst, etwas zu verpassen oder gar Zeit unnötig zu vergeuden.

Schnell wird das zum verbissenen Zwang. Und im Bemühen, richtig zu leben, verpulvern wir die meiste Zeit. Zeit also, es anders zu machen ...

Lektion 1: 

Zentrale Erkenntnis. Wir sind keine perfekten Maschinen, sondern Menschen. Jeder Tag hat was Gutes & was Schlechtes. Manchmal läufts, manchmal nicht. Je schneller Du das akzeptierst, desto leichter  & unbeschwerter wirst Du Deinem Tag begegnen.

Lektion 2:

Erwartungen sind Irrwege – sie führen Dich nur in Zwänge. Und: Erwartungen anderer sind die Erwratungen anderer – was kümmern sie Dich? Lass sie nicht zu Deinen eigenen Erwatungen werden. Trenne Dich auch von eigenen Erwartungen – sie setzen Dich nur unter Druck. Lass dem Leben & den Dingen ihren Lauf – sie kennen die Richtung. 

Lektion 3:

Jede Form von Streben macht unfrei. Du erreichst damit nur das Gegenteil. Glück, Zufriedenheit & Harmonie findest Du nicht, indem Du ihnen nachjagst. Im Gegenteil – Du verlierst sie. Derweil sind sie bereits da. Ohne Anstrengung. Ohne Grund. Ohne etwas dafür etwas zu machen. Glück, Zufriedenheit & Harmonie liegen im positiven Nichtstun. Bedeutet:

Lektion 4:

Wahre Freude braucht keinen Grund. Begegne also allem & jedem mit Freude, einfach so. Dein Leben wird sich dadurch extrem verbessern. Denn Deine Freude ist schlichtweg da, ganz unabhängig von der Erfüllung von Erwartungen, Zwängen, Wünschen. 

Lektion 5:

Loslassen ist ja schon nicht leicht, ich weiß. Aber wenn – dann auch richtig. Heißt: Knüpfe keine Erwartungen an das Loslassen, erst das macht Dich frei.

Lektion 6:

Bewerte das Leben nicht nach Deinen Erwartungen, Ansprüchen & Interessen. Bedenke: Alles ist gleichwertig – behandle das so. Wichtig: Gleichwertig heißt nicht gleichgültig, sondern bedeutet: Begegne jedem & allem mit derselben Wertschätzung & urteilsfrei. 

Lektion 7:

Das Leben ist nicht einfach. Es ist komplex, entfaltet sich in vielschichtigen Verbindungen. Vereinfachen bedeutet weglassen, reduzieren, verringern. Versuche, die Dinge im Zusammenhang zu sehen. Alles hat einen Grund. Eine Wirkung. Handle daher mit größtem Verständnis. Mit Verantwortung & Weitblick. 

Lektion 8:

Besitz zerstört Bedeutung. Je mehr Du besitzt, desto geringer hat das Gewicht für Dich. Versuche daher mit wenig auszukommen – man braucht nicht viel, um glücklich zu sein. Mache Dir klar, dass nichts sicher & selbstverständlich ist. Und dass Dir nichts wirklich gehört – das steigert den Wert für Dich. 

Lektion 9:

Bleib stets offen & neugierig. Frage mehr, als Du antwortest. Nimm alles in Dir auf. Kommentiere aber nicht alles. Und – urteile nie. 

Fazit:

Der Sinn des Lebens ist leben. Nicht mehr & nicht weniger. Das Leben an sich besitzt die Fülle, die wir suchen. Jeder Moment hat das, was er braucht. Wir müssen nichts erzwingen – was ohnehin nicht klappt. Je mehr wir etwas wollen, desto mehr entgleitet es uns. Das heißt, Du sollst nichts tun. Werde einfach Teil des Lebens. Integriere Dich. Werde wie das Wasser. Wie ein Fluss. Entspannt, lässig, kraftvoll, anpassungsfähig. Und null Ego. 

Euer|schwarzmann Teaser-Bild: Yoann Boyer/unsplash

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