Warum? Wieso? Weshalb?

Wir leben in Zeiten, in denen man sich oft fragt, welcher Teufel reitet den Nachbarn, die Zufallsbegegnung oder den nächstbesten Politiker? Wie kann es sein, dass diese Menschen einem heute teilweise einen Unsinn ins Gesicht plärren, für den sie sich vor 10 oder 20 Jahren noch geschämt hätten?  Die einfachste Erklärung ist immer der Wohlstand, der die Ich-bin-es-mir-wert-Gesellschaft derart niveaulos werden läßt.  Als Sahnehäubchen oben drauf eine Bildungsmisere,  die es zwar jedem Google-User ermöglicht, Zitier-Fehler in Doktorarbeiten zu finden, aber gleichzeitig ermutigt, dumpfeste Rapper-Sprüche rauszuhauen. Hey, krass, Alter, geile Titten in Witten!  

Ich liebe Musik jeder Art, für Heavy Metal gerne auch mit Kopfhörer, damit es so richtig dröhnt.  Gleichzeitig frage ich mich manchmal bei den Horden mit diesen Dingern in den Ohren, ob die ganze Welt nur noch durch die kleinen Bluetooth-Kopfhörer gefiltert wahrgenommen wird. Eine optische Welt ohne eigenen Klang? Armselig. Wenn mir die gleichen Menschen treuherzig etwas von Umwelt, Bio, Vegan und Klimaschutz erzählen, möchte man verzweifeln. Natürlich werden dann gleich auch die Möglichkeiten der Schulmedizin in Zweifel gezogen, Impfen, igitt.  Dabei wird natürlich, Dank partieller Bildung, völlig ausgeblendet, dass in früheren Zeiten unendlich viele Menschen durch Seuchen hingerafft worden sind, und wegen der mittelmäßigen Ernährung auch die Gesunden noch viel früher starben.  Wie viele Frauen vom Kindbettfieber dahingerafft wurden, das ist auch schon vergessen. 

Im Mittelalter war man schon froh darüber 35 zu werden, das war nämlich damals alt.  Dass wir heute ein  Durschnittsalter von über 80 erreichen, uns vitaminreicher ernähren können und, Dank der Schulmedizin und den Impfungen, viele Krankheiten besiegt haben, wird völlig verdrängt. Klar ist heute nicht alles ist Gold, das weiß ich auch. Wenn dann jedoch coole Großstädter nach laktosefreier Pizza schreien und besorgte Mütter die vegane Natur-Religion propagieren, während woanders der Löwe völlig gedankenlos eine Antilope zerfleischt und sich schmecken läßt, von den ganzen anderen fleischfressenden Tieren ganz zu schweigen, denke ich mir, dass diese moderne Welt zuweilen irgendwie "krass daneben" ist.  

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Unsinn hoch drei 

Neulich las ich, dass unsere Parlamente sich schleichend verändert haben. Früher gab es noch Abgeordnete aus lebensnahen Berufen, egal ob Metzger oder Bauer oder Arzt oder Polizist,  heute sind es überwiegend Juristen, Juristen, Juristen, dazu Lehrer und Berufspolitiker (also Leute, die nie einen anderen Beruf ausgeübt haben!). Die Folgen kann man täglich beobachten. Es werden ständig neue Vorschriften erlassen bzw. ältere modernisiert, leider allzuoft völlig weltfremd. Dieser Wahnsinn geht durch alle Parteien.  Dass diese Leute auch noch zu mehr als der Hälfte Beamte sind, erscheint mir mittlerweile verfassungsmäßig bedenklich. Beamte gehören doch eigentlich zur Exekutive, nicht jedoch zur Legislative, oder? Mit der Annahme eines Parlamentsmandats müßten Beamte ihren Status eigentlich sofort verlieren!  Nach dem Ende ihres Mandats dürfen sie sich dann ja gerne erneut darum bewerben, wieder Beamte zu werden, sofern qualifiziert und es freie Stellen gibt. Scherz? Klar, denn das werden die Beamten in den Parlamenten parteiübergreifend nie zulassen. Pensions-Pfründen hergeben? Das wäre Revolution! Niemals!

Lieber beschließt man Gesetze, die angeblich dem Schutz der Bürger dienen sollen. Datenschutz etwa.  Er schadet in der jetzigen weltfremden Form den kleinen und mittleren Unternehmen, bürdet ihnen sinnlose Zusatzkosten auf, während die großen Datenhaie wie Google oder Facebook darüber nur lachen und mal wieder ungestraft davonkommen. Ein echter Schildbürgerstreich. Ersonnen von völlig realitätsfernen Juristen. Und da gäbe es noch viele Beispiele. 

Eigentlich brauchen wir eine echte Parteienreform, die nicht nur Richtung gendern geht, sondern die auch die Bevölkerung in allen beruflichen Belangen abbildet. Dazu eine Begrenzung der Amtszeiten auf 8 Jahre. Vielleicht sollten die Wahllisten nicht mehr von Delegierten gewählt werden, sondern direkt von allen Mitgliedern der Parteien. Dann hätten auch mal andere Leute als die üblichen Politapparatschicks eine Chance.  Naja, realitätsferne Weihnachtsträume.

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Was sagt man dazu?

Kann man eigentlich Polit-Dichtungen fabrizieren ohne zu tagesaktuell zu werden. Einen Versuch ist es wert.

Gelassenheit

Gib mir Gelassenheit, Und ruhiges Blut, Und schöne Zähne, Die ich fletschen kann.

In die erste Reihe! Überall hin rotzen Sie einem diesen Medialen Schwachsinn.

Flott mischen sie Genozid und Busen, Betroffenheit und Telegene Prominenz.

Keinen lauen Furz, Keinen falschen Fuffziger Sind diese Typen wert, Nicht mal umsonst.

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Klima im Winter

Langweilig, im Winter isses kalt und die Klimakrise weicht der Glühweinwärme ... oder so ähnlich. Tatsächlich ist es aber am anderen Ende der Welt warm.  Klimapolitik ist wichtig. Stimmt.  Aber die Klimakrise ist global und nicht nur in Europa! Das soll nicht heißen, dass wir nichts tun müßten, nur weil andere nichts oder wenig tun. Aber fragen darf man sich schon mal, welche Ideen unsere Klimapolitiker denn haben, um die größten Klimaveränderer wie China, Amerika, Indien, Russland, Brasilien usw. dazu zu bringen, wirklich deutlich etwas zu tun. Außer schönen, juristisch ausgefeilten und doch zu nichts verpflichtenden Worten wurde mal wieder nichts beschlossen. 

Wer in der Klimapolitik global etwas erreichen will, der muss den Mut haben, die Wirtschaft als Waffe einzusetzen. Nur wenn es die Verursacher wirklich etwas kostet, ja, wenn es zuviel kostet, werden auch die Großverursacher einlenken. Solange in Europa jedoch weiterhin der Glaube vorherrscht, es sei am Ende wichtiger, bitte niemanden zu verschrecken und weiter einen schnellen EURO, DOLLAR, RUBEL zu verdienen, solange wird sich weniger tun, als möglich wäre. Ich bin nicht weltfremd, ja, wir wollen und müssen alle Geld verdienen. Aber es gibt sehr wohl auch Wege beide Ziele zu vereinen. Dazu braucht es allerdings Wirtschaftspraktiker und nicht nur Juristen, seichte Diplomaten und Politjunkies.  Fachlich clevere Seiteneinsteiger sind jedoch in unseren Parteien ungeliebt. Also weiter im Schleichgang auch im Neuen Jahr.

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