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5 Dinge, die ab Mitte 40 anders sind

Wenn das mittlere Alter kommt, verändert sich einiges im Leben. Bestimmte Dinge sind erreicht, andere nicht mehr so wichtig

Neulich meinte ich zu einem Bekannten, der vielleicht vor einem sehr großen Karriereschritt steht: „Das ist doch bestimmt ein tolles Gefühl, die eigene Karriere so krönen zu können?“

Die Antwort fand ich irritierend: „Ich weiß gar nicht, ob ich das so will. Ich denke auch an meine Familie. Meine Frau hat in den vergangenen Jahren einiges mitgemacht. Und die Kinder wollen ja auch was von ihrem Vater haben“, kam da zurück. 

Interessante Perspektive. Die vor zehn oder 20 Jahren sicher nicht in seinem Blick war, als es in erster Linie darum ging, die eigene Karriere auf den Weg zu bringen und immer weiter voranzutreiben.

Menschen ändern sich...

Wenn man Ende 20/Anfang 30 ist, ist das DAS große Thema. Auch mit Anfang 40 noch. Und für manche sicherlich auch noch mit 50 oder später... 

Sofern man(n) aber nur etwas reflektiert – oder wenn die Karriere-Pläne nicht so ganz geklappt haben – könnte das auch anders aussehen. 

Ich habe hier mal 5 Dinge gesammelt, die so ab Mitte 40 auf einen zukommen.  Die Mann dann anders sieht oder die plötzlich anders sind – meist auch anders als erwartet. 

1. Gesundheit

Mit Mitte 40 mag man noch fit sein, mit Anfang 50 merken es dann doch: Man kann nicht mehr ganz so wie früher. Etwa richtig schnell rennen. Oder scharfe Objekte scannen. 

Die sind plötzlich nicht mehr ohne Sehhilfe zu erkennen! 

Die Augen, die Knie, bei manchem sind auch noch ganz andere Körperteile und Organe, die nicht mehr so richtig wollen. Andere schlagen sich mit noch schlimmeren Problemen rum – oder feiern inzwischen mehrere Geburtstage im Jahr (ich hatte darüber hier geschrieben (Si apre in una nuova finestra)). 

„Hätte ich mal nur mehr Sport gemacht“, denke ich selbst manchmal. 

2. Partnerschaft

Laut den Statistiken wird heute immer später geheiratet: Das Erst­heirats­alter liegt heute bei Männern bei 34,4 Jahren (Frauen: 31,9 Jahre, Quelle (Si apre in una nuova finestra)). 

Rund 70 Prozent der Ehen halten ein Leben lang (japp, mehr als gedacht!). 

Aber, falls die Scheidung kommt, dann im Schnitt so nach gut 15 Jahren (na, rechnest Du gerade?) (Quelle (Si apre in una nuova finestra)). 

(Hier entlang zu: 5 Gründe, warum geschieden sein geil ist! (Si apre in una nuova finestra))

Unabhängig davon, ob die Ehe hält oder nicht: Beziehungen ändern und verändern sich. Das ist auch ganz normal, denn der Mensch ändert sich – Du genauso wie Deine Partnerin/Dein Partner. 

Es sind ja auch noch andere Faktoren hinzugekommen seit der Zeit damals mit den Schmetterlingen im Bauch. Die Kinder werden jetzt langsam flügge, die gemeinsamen Ziele (vielleicht eine Immobilie?) sind erreicht. 

Partnerschaft ist steter Wandel. Und wer nicht dran arbeitet und alles nur für gegeben nimmt, verliert (dazu empfehle ich dieses schöne Interview hier (Si apre in una nuova finestra)). 

Darin liegt im übrigen auch eine Chance: Man(n) trifft hoffentlich eine tolle neue Partnerin und schaut noch mal ganz anders auf die Dinge. ❤️

Übrigens: Weit häufiger trennen sich Frauen von Männern als Männer von Frauen. Manchmal auch, weil sie neue Schmetterlinge im Bauch haben... 

3. Beziehungen

Die Partnerschaft ist das eine, es gibt ja aber gewöhnlich noch mehr Beziehungen im Leben. Also: sollte es. 

Der Spruch: „Meine Frau ist auch meine beste Freundin“, ist eine ziemlich ungesunde Einstellung. Auch den Irrtum, Arbeitskollegen für richtige Freunde zu halten, bezahlt Mann häufig mit Lebensjahren. 

Denn zwischen fehlenden Freundschaften (bzw. sozialen Kontakten) und der deutlich kürzeren Lebenserwartung von Männern gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang.

Das Problem aber: Alle fünf Jahre verlieren wir – statistisch gesehen – einen Freund. Ich hatte es schon mal bei 7vierzig.de geschrieben (Si apre in una nuova finestra)

Der hier geht auch raus an mich selbst: Kümmere Dich mal mehr um Deine Freundschaften! 

4. Lebensziele

Früher war es Karriere, Familie, Kinder, Haus. Mit 50 dürftest Du einiges davon erreicht haben. Oder aber eben auch nicht. 

Bist Du zufrieden? 😳

Männer im mittleren Alter geraten recht häufig in eine gewisse Sinnkrise – landläufig auch Midlife-Crisis genannt. 

Die „Midlife-Crisis tritt vorwiegend bei Männern auf, ungefähr im Alter zwischen 40 und 55 Jahren", schreibt die Krankenkasse AOK auf ihren Seiten (Si apre in una nuova finestra). Selbstzweifel und Mutlosigkeit werden als Symptome benannt: „Daher spricht man von einer krisenanfälligen Phase – ähnlich der Pubertät oder dem Eintritt in den Ruhestand.“

„Der durchschnittliche Tiefpunkt der Lebenszufriedenheit liegt bei 47,5 Jahren“

Noch ein Zitat aus dem Krankenkassen-Text gefällig (nein, ich bekomme kein Geld für die Erwähnung – würde ich aber nehmen!): 

„Eine Studie von 2007 mit Daten aus 55 Ländern kommt zu dem Ergebnis, dass der durchschnittliche Tiefpunkt der Lebenszufriedenheit weltweit bei 46,1 Jahren liegt – in Deutschland bei 47,5.“ 

Da isses, Leute: 47! (zur Kenntnis: Ich hatte die Namenswahl für diese Angebot weit vor Kenntnis dieser Zahlen getroffen.)  

Wobei nach meinen Recherchen übrigens umstritten ist, ob es die Midlife-Crisis wirklich gibt. Was man aber sicher allgemein beobachten kann: Männer im mittleren Alter verhalten sich manchmal seltsam. 

Ganz gleich, wie man es nun nennt: Ich kann aus eigener Beobachtung bei mir und im Freundeskreis bestätigen, dass es überraschend kommt. „Kann mir nicht passieren“, habe ich früher auch mal gedacht. 

Seid gewarnt, ihr jungen Burschen! 

5. Genuss 

Zum Schluss noch etwas Schönes: Andere Dinge werden wichtiger. Wenn Mann zum Beispiel seine Karriere-Ziele erreicht hat (oder eben auch nicht), ist auf einmal mehr Zeit für Hobbys oder Freizeitaktivitäten. 

Sollte er sie nicht erreicht haben, besteht ein wenig die Gefahr, dass er zum Motzer wird (darüber hat sich mein Kolumnist Arthur schon mal hier ausgelassen (Si apre in una nuova finestra)). 

„Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“, ist übrigens der zweite von fünf Wünschen, die Bronnie Ware in ihrem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bedauern (Si apre in una nuova finestra)“ (Link zu Amazon) aufgeschrieben hat. 

„Hätte ich mal nur mehr mein Leben genossen und weniger im Hamsterrad verbracht“, könnte man auch sagen (Das Hamsterrad-Motiv mag ich irgendwie (Si apre in una nuova finestra)). 

Positiv formuliert: Wenn man eine Zwischenbilanz zieht, kommt man vermutlich zu dem Punkt, dass sich die Prioritäten etwas verschieben. Weg von den Themen „Karriere“, „Erfolg“ und „Geld“ hin zu „Leben“, „Gesundheit“ und vor allem „Genuss“. 

Wann hast Du das letzte Mal etwas so richtig genossen? Was wird Deinen Tag heute so richtig besonders machen? 

Fang doch einfach heute damit an. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende! 

Noch mehr 7vierzig.de

Jonathans Oma ist gestorben. Jahrzehntelang waren ihr Haus und ihr Garten der zentrale Anlaufpunkt der Familie – der jetzt verschwindet. 

„Ömsken, wie wir sie seit 25 Jahren liebevoll nannten, war das Scharnier zwischen den drei Teil-Familien, die mit der Zeit entstanden und gewachsen waren. Wo und wann werden wir uns wieder alle treffen?“, fragt er sich. 

Lies hier den berührenden Text von Jonathan (Si apre in una nuova finestra)

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