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Für ein Grundrecht auf Bäh

Ein Leben mit Behinderung – lauter Gründe, um glücklich zu sein, heißt es oft. Ein Leben mit Behinderung – das ist keine Last, das ist vor allem Glück. So erscheint es, wenn man Inklusions-Reportagen und Co. liest. Und es stimmt: natürlich kann auch eine Behinderung Quell für Lebensglück sein. Kann, muss aber nicht immer. Und das wollen viele nicht hören.

Ich bin schon ein extremer Typ. Eigentlich ist jedes Leben mit Behinderung extrem – aber nicht wegen der Behinderung, sondern wegen dem, was aus ihr gemacht wird. Das klingt kompliziert? Ist es auch. Wir haben es mit zwei Extremen zu tun:

Das eine Extrem bilden die desaströsen Negativ-Erwartungen: Wird zum Beispiel ein Mensch behindert, sei es durch einen Unfall oder weil er über den Haufen gefahren wird, überschlagen sich die Beschreibungen, was er alles „nie wieder“ tun wird, als würde eine Behinderung das Leben komplett ruinieren. Dieses Bild wird auch auf jene übertragen, die mit einer Behinderung geboren werden. Das zweite Extrem bildet sich durch die rosaroten Brillen, die man uns aufsetzt: Ein behinderter Mensch, der soll einfach happy sein. Er soll dankbar sein, weil Menschen ihm helfen, und er soll Inspiration für sie sein, weil er dem Schicksal trotzt.

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