Schreiben Mit-Ohne-Plan ...

... oder irgendetwas dazwischen. Hab ich mir gedacht.Was habe ich nicht alles ausprobiert:

Die Schneeflocken-Methode, eine gute Sache. 

Wenn man den Kern der Story hat. Hab ich oft. Wenn man die Wendepunkte kennt. Kenne ich selten. Wenn man die Story grob im Kopf hat.

Hab ich so gut wie nie. Ich denke in Plots und Szenen. Wobei die Szenen mittendrin oder an den jeweiligen Enden auftauchen können. Die genaue Verortung spielt hierbei keine Rolle. Oder sie haben gar nichts mit der Story zu tun. Stattdessen ergeben sie etwas Neues. Ergo: Die Methode funktioniert in Teilen. Mal gut, mal weniger gut. Und oft gar nicht.

Perspektive wechsel dich!

Ich habe vor einer Weile aus Sicht einer Blume geschrieben, die beschreibt, was sie den langen Tag so sieht. Das Ende vom Lied war, das ich die Blume am Ende durch die Augen einer Kuh sah die sie gegessen hat. Stark!

Der Sinn dahinter war, mich zu zwingen bei einer Figur zu bleiben. Statisch. Aus einer einzigen Sicht. Das geht. Eines meiner Projekte wird aus der Sicht einer einzigen Figur erlebt. Aber dennoch habe ich dort hin und wieder das Problem, das ich die Perspektive verschiebe.

Plotte doch!

Plotten ist das Nonplusultra für alle, die gerne strukturiert ans Werk gehen. So wie ich. Zu Beginn eines jeden neuen Projektes. Voller Elan und Tatendrang. Um dann in der Planung zu versacken, weil mein Hirn der Meinung ist, keine Zeit mehr zu verschwenden und loszulegen. Aus den geplanten Abschnitten, Kapiteln und Szenen entsteht obendrein oft ein Wirrwarr an Notizen und ganzen Seiten.

Ihr merkt es, ich rutsche ins Pantsen. Was ein Wort, für quasi freies Schreiben oder?

Dabei nutze ich nicht selten Elemente aller Methoden, von denen ich in dutzenden Ratgebern gelesen habe. Aber das freie Schreiben, mit kleinen Ausrutschern in die unterschiedlichen Methoden, bringt mich besser voran als alles zuvor genannte. Oder in den Ratgebern erwähnte. Womit wir zu einem weiteren Thema kommen: 

Ratgeber über das Schreiben

Das sind oft packende Bücher, die sich sicher echt spitze verkaufen. Aber helfen die? Ich habe so viele von den Dingern verdrückt, das ich fast selber einen schreiben könnte. Der besteht dann aber aus allem, was nicht klappt. Bei mir, wohlgemerkt.

Ich denke mit, dem Schreiben ist es wie mit dem Kochen. Alle haben ihre Methoden, ihr Rezept. Egal ob sie die Handlung vorantreiben, die Charaktere entwickeln oder alles zusammen in einem Rutsch runterschreiben. Auch hier gibt es Unterschiede, was die einzelnen Elemente eines Buches angeht.

Charaktere stellen sich mir selten vor. Mal hab ich den Namen, mal einen Beruf oder eine kurze Szene vor Augen. Dann wieder eine Figur oder einen Ort. Regelmäßig aber, sehe ich kleine Ausschnitte aus dem Leben der Figur. Aus der Ego-Perspektive. Und das setzt dann den finalen Reiz zum loslegen.

Ein Gesamtkonzept erschließt sich mir nämlich nie. Ich entdecke wo ich hinwill. Und notiere mir alle Abzweigungen. Irgendwann wird dann etwas daraus!

Alle diese Punkte, diese Hürden und verschiedenen Herangehensweisen haben ihre Vor- sowie ihre Nachteile. Für jeden ist etwas dabei.

Ich für meinen Teil, bin ein Mit-Ohne-Plan-Schreiber: An einem Tag schreibe ich völlig strukturiert, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Am nächsten Tag landen grobe, konfuse Ideen in meinem Notizbuch, die wenig galant anmuten. Aber an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit einen Sinn ergeben.

Wenn das so sein soll, dann ist das so.

Und jetzt ihr!

Wie macht ihr das? Was liegt euch mehr? Plotten, pantsen, was dazwischen? Oder gar etwas völlig Neues? 

Kommentare sind nur für Mitglieder zugänglich. Nimm an der Diskussion teil …