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Sonntags-Update #16

Sevilla

Weiter geht’s nach Sevilla! Zuerst ein paar Punkte unserer To-Do-Liste abarbeiten: Wäsche waschen, einkaufen, essen. Und anschließend mit den Rädern in die Stadt. Im Park von Maria Luisa bleiben wir gleich mal hängen: es ist wunderschön hier! Wir strawanzen durch den Park, an historischen Bauwerken und kleine Teichanlagen vorbei. Hier wächst alles, von Palme bis Nadelbaum. Irgendwann kommen wir doch wieder los und fahren weiter Richtung Zentrum. Vorbei an der Kathedrale und einmal quer durch die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gässchen, Geschäften und Lokalen bis wir schließlich beim Metropol Parasol landen. Das ist eine riesige Konstruktion aus Holz, Beton und Stahl, die den Platz in Form von Schwammerln überspannt (wobei die Schwammerl nur mit etwas Fantasie erkennbar sind...). Die Konstruktion ist gleichzeitig Aussichtsplattform, Schattenspender und Fotolocation. Anschließend kommen wir noch beim Torre vorbei und machen uns abends auf den Rückweg zu unserem Ducato. Begleitet von Sonnenuntergang und Vollmond steuern wir unseren Schlafplatz an.

Castilblanco

Die nächsten Tage verbringen wir in einer kleinen Ortschaft namens Castilblanco de los Arroyos. Dort gibt es neben einem Wohnmobilstellplatz (mit Strom!) nicht viel, aber alles, was man so braucht. Obwohl der Ort so klein ist, gibt es zahlreiche Gemischtwarenhändler, einen Spar sowie Geschäfte für Küchengeräte und Bekleidung und sogar einen China Store. Tagsüber ist der Ort wie leergefegt. Bis 18 Uhr ist Siesta, aber dann füllen sich die Straßen allmählich. Das Einkaufsfenster ist recht kurz gehalten: um 20 Uhr schließen die Geschäfte schon wieder. Wir nutzen die Steckdose, um zu arbeiten – zumindest so lange, bis der Stellplatz voll ist und die Sicherung fällt. Eine Dame gibt uns die Nummer der örtlichen Polizei, die würde kommen und sich darum kümmern – und ist tatsächlich innerhalb weniger Minuten da.

Portugal

Spontan beschließen wir, statt Richtung Madrid nach Portugal weiterzufahren. Wir machen einen Großeinkauf bei Carrefour und Lidl und füllen unsere Wasservorräte auf. Kurze Zeit später – okay, insgesamt waren wir inkl. Einkaufsstopps fast 6 Stunden unterwegs – kommen wir in Portugal an. Der Grenzübergang war unspektakulär, genauso wie man es von einer EU-Grenze vor C. erwartet hätte: außer einem Schild weist nichts darauf hin, dass wir uns jetzt in einem anderen Land befinden. Etwa eine halbe Stunde später überholt uns ein Auto, blinkt uns an und ein Mann auf der Rückbank deutet uns, ihnen zu folgen. Lorenz meint, dass wir ihnen sicher nirgendwo hin folgen, wenn es sich um die Polizei handelt, können wir auch auf der Straße stehen bleiben. Zwei Kurven später stoppen sie am Straßenrand und befragen uns ausführlich dazu, ob wir Drogen mithätten. Während zwei von ihnen draußen unsere Pässe studieren, zeigt Lorenz einem anderen unseren Ducato von innen und ich erkläre einem weiteren, dass wir wirklich kein Cannabis mitführen – auch nicht die erlaubten 25 g, auf die er mich hinweist. Irgendwann wünschen sie uns eine gute Weiterfahrt und wir sind erleichtert, dass wir unsere Pässe zurückbekommen. Ein paar Hundert Meter weiter sind wir auch schon in der Ortschaft Medelim angekommen, wo Josef uns beim Kreisverkehr aufgabelt – bei ihm, Moana, Levin und Jorin werden wir die nächsten Tage auf einem riesigen Grundstück mit unzähligen Olivenbäumen verbringen. Zu finden sind die Lieben auf Instagram übrigens unter dem Namen @lebeliebeungewoehnlich.

Morgens ist es immer eisig kalt, wenn die Sonne langsam unseren Ducato bescheint, tropft das gefrorene Kondenswasser vom Dachfenster auf die Bettdecke. Unser Thermometer zeigt eine Innentemperatur von 4° C an, Zwiebellook und morgendliches Olivenbaumäste schleppen hilft gegen die Kälte.

Monsanto

Zeit für einen Ausflug. Früh morgens (haha, so gegen halb 10 wahrscheinlich...) machen wir uns mit den Rädern auf den Weg in die Ortschaft Monsanto. Der Hinweg ist bissl zach... viel bergauf und anfangs nur Gegenwind! Im oberen Teil der Ortschaft lassen wir die Räder bei einer kleinen Kapelle stehen und gehen zu Fuß weiter. Überall sind alte Häuser aus Stein, teilweise wurden die riesigen Felsen, die hier überall in der Landschaft liegen, auch einfach in die Häuser miteingebaut. Wir spazieren durch die engen Gassen bis hinauf zur Burg. Der Ausblick ist richtig cool und auch die Burg an sich ist faszinierend. Alles ist aus Stein und in Symbiose mit den bereits vorhandenen Felsen. Übrigens: erst vor wenigen Wochen wurden hier die Dreharbeiten für House Of The Dragon (Game of Thrones) beendet. Nach ausgiebiger Besichtigung und kleinem Obst-und-Nüsse-Picknick machen wir uns auf den Rückweg – der viel einfacher zu bewältigen ist. Und kommen gerade rechtzeitig zurück, um Tiersitter für Ente Puni und Hündin Nala zu sein. 😊

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