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Sonntags-Update #11

Wir besuchen Onda, wobei hier außer der Burg nichts Sehenswertes zu finden ist, und machen uns wieder auf den Weg. Von einem kleinen Dorf aus wandern wir 6 km zum Torre de Foios, einer kleinen „Turm“-Ruine. Den „Wanderweg“ haben wir uns spektakulärer vorgestellt... Großteils gehen wir auf der Straße und dort, wo es tatsächlich ein Weg durch die Natur ist, müssen wir uns an manchen Stellen durch dichtes, stacheliges Gestrüpp kämpfen. Die Ruine an sich ist zwar nett, aber ebenfalls nicht sooo spektakulär. Na ja, kann ja nicht alles ein Erlebnis sein. Dafür gleicht sich das später auf der Straße Richtung Argelita wieder aus. Die Straße ist eher ein- als zweispurig, die Kurven eng und uneinsehbar, weshalb wir vor einigen Kurven einfach hupen, um zumindest gehört, wenn schon nicht gesehen zu werden, aber der Ausblick und die Umgebung sind atemberaubend. Wir träumen von einem Grundstück hier, da es uns so gut gefällt, und übernachten an der höchsten Stelle der Straße, na ja, vielleicht nicht an der höchsten insgesamt, aber da wo wir gerade sind, stehen wir ganz oben. Einige Adler nutzen die Thermik und kreisen über uns. So schön, wie sie sich tragen lassen, ohne auch nur einmal mit den Flügeln zu schlagen. Sobald die Sonne weg ist, sind wir ganz allein hier. Die anderen Autos und ihre Besitzer*innen sind nach Hause zurückgekehrt. Am nächsten Morgen beobachten wir, wie die Sonne die Berge um uns herum anstrahlt, bevor auch wir sie zu Gesicht bekommen. Zum Frühstück gibt’s Chirimoya zum Löffeln und einen Zuckerschock gleich dazu.

Montanejos

Unser nächstes Ziel sind die Aguas Termales in Montanejos. Wir stellen den Ducato auf einem Parkplatz ein Dorf vorher ab und radeln nach Montanejos. Die heißen Quellen sind ein Fluss, der konstant 25° C hat und eben von Thermalquellen gespeist wird. Wir haben uns auf eine große warme Badewanne gefreut und wurden etwas enttäuscht... 25° C Wassertemperatur sind bei eisigem Wind und abwesender Sonne zu kalt zum Relaxen. Lorenz schwimmt dennoch eine Runde – bevor es fest in Winterjacken eingepackt wieder zurück zum Ducato geht.

Coves de Sant Josep

Wir verbringen zwei Nächte direkt vor der Höhle des Heiligen Josef. In der ersten Nacht ist auf dem Parkplatz, der 8 Wohnmobilplätze vorsieht, die Hölle los. Nicht nur, dass sich die 8 Plätze viel mehr Wohnmobile teilen, nein, auf dem ganzen restlichen Parkplatz stehen überall Wohnmobile verteilt. Insgesamt sind es bestimmt 30-35 Wohnmobile – und wir sind eines davon. Für die Höhlen haben wir bereits im Vorfeld Tickets reserviert, dass die Tage so viel los war, erklärt sich uns erst später: in Spanien ist nicht nur der 8. Dezember, sondern auch der 6. Dezember ein Feiertag (Tag der Spanischen Verfassung). Die Höhlenbesichtigung an sich dauert zwar nur eine Stunde, war aber dennoch sehr beeindruckend. Zuerst gondeln wir in einem kleinen Boot durch die Höhle, fotografieren ist dabei nicht erlaubt, weil wir ständig damit beschäftigt sind, an den richtigen Stellen den Kopf einzuziehen. Danach gehen wir eine Runde zu Fuß bevor uns unser Boot am Ende des Rundgangs wieder abholt und wir den ganzen Weg zurückfahren. In einer großen Halle ist „Selfie-Time“ und in einer anderen Halle warten wir erst sehr lange, ohne zu wissen, warum eigentlich. Dann geht das Licht aus, es ist stockdunkel und es startet eine richtig coole Musik-und-Lichter-Show als krönender Abschluss.

Valencia

Nächster Halt, next stop: Valencia. Wir beziehen für 3 Nächte den Platz Nr. 27 auf einem kleinen Stellplatz am Stadtrand von Valencia. Mit der Metro geht’s in die Stadt hinein, wann genau die Abfahrtszeiten bei unserer Station sind, finden wir allerdings bis zuletzt nicht heraus, aber das Warten hat sich stets ausgezahlt...  Überhaupt Tickets für die Metro zu bekommen war schon eine kleine Herausforderung für sich, da das Ticketsystem nicht leicht zu durchschauen ist, aber wir haben es schlussendlich geschafft! Am ersten Tag sind wir in der Altstadt unterwegs. Überall in der Stadt und ganz besonders in den Fußgängerzonen wird fleißig gebaut und gewerkt, wir lernen also ein sehr baustellenreiches Valencia kennen. Als Stärkung gibt’s zwischendurch Ben & Jerrys aus einem eigenen Ben & Jerrys Eisgeschäft. An Tag 2 starten wir im Museo de Belles Arts de Valencia, dem Museum der Schönen Künste (Geheimtipp: gratis Eintritt!). Dabei lernen wir den valencianischen Maler und Grafiker Joaquín Sorolla y Bastida kennen. Anschließend holen wir uns beim Mercado Central ein Mittagessen. Wir hätten gehofft, dass der Markt jenem in Barcelona ähnle, wo es super viele Speisen zum Mitnehmen gab, aber es ist mehr ein Markt für den täglichen Bedarf. Also haben wir uns selbst ein Mittagessen zusammengebastelt: Baguette, selbstgemachter veganer Käse, ein Oliven-Mix, Riesenradieschen und eine Paella to go. Am Nachmittag besteigen wir die Türme Torres de Serranos, von denen aus man eine gute Aussicht über die Stadt hat (Geheimtipp: gratis Eintritt!). Wir schlendern das ehemalige Flussbett, den heutigen Park Gulliver hinunter bis zur Ciutat de les Arts i les Ciències, die wir natürlich ausgiebig bestaunen. Und wir nutzen die Zeit in der Stadt für Weihnachtseinkäufe und den Besuch eines Bioladens. An Tag drei gibt’s Brunch von 100 Montaditos über die App „too good to go“. Es hat 26° C und wir fahren mit der Metro bis zum Hafen. Wir sind wieder einmal mit Winterjacken statt Badekleidung am Strand und bereuen es ein klitzekleines Bisschen. Nach einem weiteren Besuch der Ciutat de les Arts i les Ciències spazieren wir ein letztes Mal den Park Gulliver nach oben und machen uns auf den Heimweg – nicht ohne zuvor noch einen veganen Einkauf beim Lidl zu machen (bestes Geschäft für veganes Essen in allen Ländern, die wir bisher bereist haben!)

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