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Liebe Steady-Gemeinde,

auf mehrfachen Wunsch gibt es noch mal wilde Gedichte aus früherer Zeit. Viel Spaß beim Lesen. Aber aufgemerkt. Mancher Reim beisst.

Der Griff (1977)

Durchs Kartoffelfeld wandert ein Pantoffelheld

Eine Glocke schellt auf dem Schiff

Über heißem Rinderfett schwebt ein Bügelbrett

Neben einem Kinderbett hängt ein Griff

Dieser Griff hat keinen Zweck

Trotzdem nimmt ihn keiner weg

Vielleicht gibt er jemand Halt

In der Nacht, in der Nacht in der Nacht

Nach dem ersten Keulenschlag kam ein Beulentag

Und das ganze Eulenpack ist verreckt

Abends auf der Reeperbahn gibt ein Streber an

Denn ihm hat der Lebertran nicht geschmeckt

Fakt über Schuberts Forelle (1982)

Das Dumme ist beim Fische

Wird er nicht sachgemäß gekühlt

Verliert er leicht an Frische

Das hat auch der Franz gefühlt

Denn fragt er einmal eine Kleine

Ob er ihr Händchen halten darf

Ruft sie nur „Franz zieh Leine

Du riechst mir viel zu scharf

Du magst ja ein Genie sein

Und komponierst ja auch nicht schlecht

Aber mein Freier wirst Du nie sein

Mit Deinem müden Hecht"

So ward auf jenen Hauses Schwelle

Der Franz bereits vergrault

Und Schuld ist die Forelle

Die in der Hose fault

Man kann nicht alles wissen (1980)

Die Wiesen dampfen die Riesen stampfen

Und in der Mitte steht ein Birnenbaum

Wer ihn erbeutet und was er bedeutet

Das wissen selbst die ältesten der Dirnen kaum

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