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Liebe Steady-Gemeinde,

heute habe ich für Euch wieder mal tief in die "Gedichte-Kiste" gegriffen - uralter Kinderkam kam dabei raus. Aber ich will ihn Euch nicht vorenthalten.

Dichtkunst (1979, da bin ich grad 18 geworden)

Zwei Teilen gut gefüllt mit Worten

Mit Reimen am End und Mittendrin

Mit Buchstaben in Reih und auch in Glied

Mit alledem und ohne Sinn

Der Dichter drückt sich gerne aus

In Wort, in Schrift, in Bild und Ton

Und wenn’s dann schrecklich peinlich wird

Sagt jeder „das haste nu davon!“

Schlaflied (1974, da war ich ungefähr 13)

Schlaf schlafe ein mein Kind

Bleibe brav bleibe rein mein Kind

Spucke nicht aufs Kanapee

Tu nie deiner Freundin weh

Schlage keinen Topf entzwei

Löffle fromm dein Frühstücksei

Kusch dich früh zur Abendszeit

Üb immer Treu und Redlichkeit

Wirf keine Kinder in den Brunnen

damit sie schwimmen lernen

Warte ab eines Tages

fallen sie von selbst hinein

dann leg den Deckel drauf

und schlafe ein

Schlaf schlafe ein mein Kind

Ohne Titel  (1972, da war ich 11)

Auf karg bemoosten Gipfelgrat da paaren sich die Gemsen

Wenn eine in den Abgrund stürzt dann konnt’ sie nicht mehr bremsen

Ohne Titel  (1972, sanft überarbeitet 1996)

Wo Fuchs und Has

Sich Nächtens grüßen

Und das Rehlein

Von all der Ruhe dösig wird

Da ist Natur da ist Natur

Wo Busfahrer sich

Hupend grüßen

Und die Hose von der Hitze

Fleckig wird

Da ist sie nicht da ist sie nicht

Will man Hasen sehen

Bekommt man Blasen

Will man Hasen essen

Einen Bauch

Das ist der Dinge Lauf der Dinge Lauf

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