März 2021 Wrapup

Liebe Unterstützer*innen,

hier eine kurze Übersicht über meine Veröffentlichungen im März:

Podcast: Warum Elaine Mays Mikey & Nicky zu den Klassikern des Gangster-Films zählen sollte

Das hier hab ich spontan mal so ausprobiert, weil ich den Film gerne empfehlen wollte, aber meiner eh schon viel zu langen Liste an Themen, »über die man mal was schreiben müsste«, gerade nicht noch eins hinzufügen wollte: ein improvisiertes, rambly Review zu Elaine Mays Mikey & Nickey. Kann man sich schon irgendwie anhören, finde ich.

Amazon-Propaganda & Armutscosplay: Wie Nomadland seine Protagonist*innen (& seine Vorlage) verrät

Chloé Zhaos Nomadland wird vermutlich den diesjährigen Oscar als Bester Film gewinnen. Ich gönne es Zhao, aber mir wäre lieber, sie würde mit einem Film gewinnen, der nicht aktiv PR für einen ausbeuterischen Konzern betreibt und dabei seine echten Protagonist*innen und die Arbeit einer Journalistin instrumentalisiert.

Das Hausboot: Kultig, auf so eine Jonestown-Art

Auch ärgerlich: Netflix’ Doku-Serie Das Hausboot, in der Olli Schulz und Fynn Kliemann Gunther Gabriels Hausboot renovieren und dabei Startup-Blabla und Kulturindustrie-Ausbeutung als sympathischen Dilettantismus verkaufen. Ich wusste vor der Doku nicht, wer Fynn Kliemann ist, habe jetzt aber eine morbide Faszination an ihm: Es ist, als hätte jemand einen Algorithmus entwickelt, der aus allem, was ich furchtbar finde den schlimmstmöglichen Menschen generiert. Unter anderem habe ich durch Kliemann erfahren, was NFTs sind, und ich weiß nicht, ob das ein schlechteres Licht auf Kliemann oder auf NFTs wirft. Wenn ihr noch nicht von diesem neusten Grift der Silicon-Valley-Bros gehört habt, empfehle ich euch dieses Video von James Stephanie Sterling, und danach empfehle ich euch, etwa eine halbe Stunde in ein Kissen zu schreien, um euch ein Bisschen abzureagieren.

The road to Trek: For All Mankind zeigt, was vor der Utopie kommt

Immerhin etwas erfreuliches hab ich diesen Monat auch gesehen: Ich hatte die erste Folge von For All Mankind damals angeschaut, als Apple TV+ neu war, und dachte ungefähr, »Joa, nett, guck ich bestimmt irgendwann weiter«. Eine Pandemie später habe ich endlich die Zeit/Langeweile gefunden, mich der Serie ausführlicher zu widmen, und nach ein, zwei etwas behäbigen Einstiegsfolgen entwickelt sie sich schnell zur vielleicht interessantesten Dramaserie, die man derzeit gucken kann. Bedenkt man, dass Apple TV+ auch die derzeit beste Comedy (Ted Lasso) und das derzeit beste irgendwas-dazwischen-Dings (Dickinson) hat, ist das wohl der Streaming-Dienst, an dem man derzeit am wenigsten vorbei kommt.

Danke für Eure Unterstützung in diesem Monat!