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Zu emotional für einen Chatbot

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Künstliche Intelligenz mit Gefühlen? 

Es klingt ein bisschen wie ein Sci-Fi-Film: Google schickt einen Entwickler in bezahlten Urlaub, weil dieser behauptet, dass eine Künstliche Intelligenz ein Gewissen entwickelt hat. In einem Blogpost führt der karenzierte Mitarbeiter Blake Lemoine seine Behauptungen aus. Dabei geht es um LaMDA, ein System, das Chatbots generieren soll. Lemoine hat LaMDA eigenen Angaben zufolge Meditation beigebracht, und die Künstliche Intelligenz soll selbst gesagt über ihre Emotionen gesprochen haben: "No matter what though, LaMDA always showed an intense amount of compassion and care for humanity in general and me in particular. It’s intensely worried that people are going to be afraid of it and wants nothing more than to learn how to best serve humanity.

Weil Google sich nicht mit Lemoines Einschätzung, dass die KI ein fühlendes Wesen sei, beschäftigen wollte, habe er seine Arbeit öffentlich gemacht. Das Unternehmen äußert sich zu den Aussagen des Mitarbeiters nicht. Der Fall zeigt aber jedenfalls, wie sehr uns Ethik bei der Entwicklung und beim Einsatz von KI in Zukunft beschäftigen wird (oder zumindest sollte). 

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US-Finanzministerin Janet Yellen hatte vor einigen Tagen noch die Gefahr einer Rezession beschwichtigt, in einer Umfrage unter Ökonom:innen gehen aber 40 Prozent davon aus, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal 2023 schrumpfen wird. (FT)

Die am Freitag veröffentlichten Daten für die Teuerung in den USA, die im Mai erneut einen Rekordwert erreicht hat, dürften mit ein Grund für den Einbruch des Krypto-Marktes sein. Bitcoin befand sich zeitweise am 18-Monats-Tief, Ether verlor zum Teil mehr als zehn Prozent. (Coindesk)

Nachdem der Tankrabatt wenig erfolgreich ist, stellt Deutschlands Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Gewinnabschöpfung bei Mineralölkonzernen in den Raum. (Spiegel

Der Kosmetikkonzern Revlon soll Berichten zufolge Insolvenz anmelden. (Bloomberg)

Während wir noch über Web 3 diskutieren, entwickelt Twitter-Mitgründer Jack Dorsey mit seinem neuen Projekt TBD eine Web 5 Plattform. Diese sei wahrscheinlich sein wichtigster Beitrag für das Internet: "Web5 brings decentralized identity and data storage to your applications. It lets devs focus on creating delightful user experiences, while returning ownership of data and identity to individuals." (The Street)

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Lisa 

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