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Hallo aus Deutschland - ich bin wieder da!

In den baltischen Ländern ist es übrigens manchmal einfacher, vegan zu essen, als Wifi zu haben. Der Grund? Weil ich AirBnb und andere Plattformen immer nach Locals durchsuche, lebe ich dann entweder mit oder wie die Locals. So war ich auf Tranholmen in ständiger Begleitung von Bruno, dem anhänglichen Golden Retriever meiner Vermieterin, in Kopenhagen räumte Peter sein Appartement für mich und in Tallinn war es Monika, die mir ihre Wohnung in einem der klassischen alten Holzhäuser überließ. Damit ihr ein Bild habt: Wohnung meint hier einen großen Raum mit Bett, Tisch und Kochnische, sowie etwqa vier Quadratmeter Bad ohne Fenster, Waschbecken oder Dusche, sondern einem Vorhang, der die Waschmaschine und das Klo vor Spritzwasser schützt. Und einem Wifi, das ein estnisch geschriebenes Passwort hat - was ich leider nicht "imitieren" konnte, weil ich mit meiner Tastatur die Buchstaben nicht tippen kann. Ein Passwort also, was meine Vermieterin nach meiner Abreise ändern wird :)

Warum stelle ich das an den Anfang meines ersten Interrail-Berichtes an euch?

Weil ich auf dieser Reise auch erlebe, wie das "Typische", das die jeweiligen Städte und Länder ausmacht, immer mehr verschwindet. Und ich kann das sogar nachvollziehen. Wir werden so erzogen, dass ein "mehr" und "besser" als die Generation vor uns erstrebenswert und "Erfolg" ist. In Tallinn landen fast stündlich Schiffe mit aida.de Schriftzug, die eine große dunkle Wolke kontinuierlich über sich stehen haben: Tourismus, und damit auch ich, ist Versprechen und Fluch zugleich.

Es ist zugegeben etwas schwieriger, dem Pfad: Do as the locals do zu folgen. Meiner Meinung nach ist das aber das einzige Reisen, was überhaupt noch ansatzweise die Zerstörung, die es bedeutet, durch Begegnung mit Einheimischen aufwerten kann. Wie sonst sollten wir von Kulturen lernen? Ganz sicher nicht auf Kreuzfahrtschiffen, die riesigen Hotels auf den Wasser gleichen, ganz sicher nicht in Hotelresorts mit All Inclusive (das habe ich tatsächlich noch nie getan).

Ich möchte, dass wir alle, die wir eine Wahl haben, mal innehalten, was es bedeutet, dass Brandenburg brennt und die Oder tote Fische in riesigen Mengen mit sich führt. Ist es vielleicht deshalb auch ein guter Gedanke, lokal zu verreisen - oder zumindest in Europa zu bleiben? Weil das Europa von 2021 zum Teil schon ein Jahr später nicht mehr existent ist? Gletscher, die verschwinden, Flüsse, die austrocknen, Arten, die aussterben - ich will nicht, dass euer Kopf nach dem Lesen zu tief hängt, aber ich möchte, dass ihr eure Konsumentscheidungen bewusst trefft. Denn dieses Privileg haben viele von euch, die hier mitlesen (wofür ich euch immer noch jeden Tag dankbar bin! weil es mir das Gefühl gibt, dass ich Menschen erreiche. Das ist ein echtes Geschenk!).

Und weil ich im Selbstmarketing sehr viel schlechter bin als im Marketing für gute Ideen anderer Menschen, kommt hier die Mrs. Booooombastic auf good news!

Autokorrektur ist auf der Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises - ich bin eine von drei Frauen unter den Top Ten!

Hier mein kleines unprofessionelles Video, was ich ein paar Minuten nach der Nachricht auf Tranholmen, der autofreien Insel vor Stockholm gedreht habe:

https://youtu.be/_mTbhiDqk3Q

Es ist für mich natürlich eine persönliche Wertschätzung, dass ein eher konservatives Medium, eine nicht ganz unproblematische Buchmesse und der Preisgeldstifter einer großen Beratung ein Buch wie das meine in diesen Zirkel aufnehmen. Aber noch mehr als das zählt für mich, dass eine andere Sicht auf Wirtschaft, eine menschliche, empathische, die andere und nicht nur mich zu Wort kommen ließ, in diesen Zirkel gevoted wurde. Großartiges Zeichen, das Hoffnung macht!

Weitere good news: Ich bin das neue Kampagnengesicht einer Videoreihe, die mit mir als Moderatorin durch "mein" Hamburg führen wird, immer mit anderen Gästen. Hier könnt ihr euch den Teaser anschauen und eine Erinnerung für die Premiere am Mittwoch bei YouTube einrichten:

https://www.youtube.com/watch?v=MZGgJqudr4g&t=3s

Zwei Podcastfolgen habe ich in meinem Urlaub produziert, die ich enorm wichtig finde.

n  Gerichten hat eine Zeitenwende begonnen: Umweltrecht ist zu einer überzeugenden Waffe im Kampf gegen die Klimakrise geworden.

„Sehr geehrter Herr Dr. Diess“, schreibt sie Anfang September an den Chef von VW. Im Auftrag von Greenpeace fordert Verheyen den zweitgrößten Autobauer der Welt dazu auf, spätestens ab dem Jahr 2030 keine Verbrennerautos mehr zu verkaufen und  seinen CO₂-Ausstoß um 65 Prozent gegenüber 2018 zu senken. Sollte sich  der Konzern nicht dazu bereit erklären, werde man „zur Klage raten“.  Zeitgleich haben BMW und Daimler Schreiben bekommen, von Verheyens  Kollegen Remo Klinger im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe. Es ist ein  koordinierter Angriff auf breiter Front. Auch Klinger ist ein von der  Wirtschaft gefürchteter Umweltanwalt, der 2018 die Dieselfahrverbote  erstritt.

Wir sprechen über die Klage gegen Volkswagen, die Klage gegen RWE –  beide sind flanktiert von Bauern, die hohe Einbußen aufgrund der  Klimakatastrophe erleiden. Bei der Klage gegen VW kommt zudem hinzu,  dass es ein Ausstiegsdatum aus dem Verbrenner-Auto geben muss, das weit  vor dem anvisierten 2035 liegt – und 65 Prozent  weniger Emissionen.  „Hochglanzbroschüren haben vielleicht zuvor genügt, das lenkt nicht mehr  ab. Wir wollen echte Veränderung“, so Roda Verheyen.

https://katja-diehl.de/roda-verheyen-wo-keine-klaegerin-da-keine-richterin-warum-sind-klimaklagen-ein-wichtiges-mittel-gegen-die-klimakatastrophe/

Heute veröffentlicht:

Passende Nachfolge zum Podcast mit Roda Verheyen über Klimaklagen  gegen Volkswagen und RWE: Mein Gespräch mit Annika Joeres, die sich mit  Susanne Götze die Prävention gegen die Auswirkungen der Klimakatastrophe  angeschaut hat. Spoiler: Nicht vorhanden.

Klima außer Kontrolle – so heißt nach „Klimaschmutzlobby“ das  aktuelle gemeinsame Buch von Annika Joeres und Susanne Götze. Ihr Fazit:  „Wir haben in Deutschland eine echte Anpassungslücke. Die meisten  fühlen sich sicher – aber das sind wir nicht mehr. Nach unseren  Recherchen sind wir nur mangelhaft auf die Folgen der Klimakrise  vorbereitet. Wir haben exklusiv alle 400 Kreise und kreisfreien Städte  gefragt, ob sie schon Pläne für den Schutz ihrer Bevölkerung vor  Extremwetter haben, wie etwa die Zentren mit Bäumen gegen Hitze zu  wappnen oder Rückhaltebecken für Starkregen zu schaffen. Die Ergebnisse  sind erschreckend. Unser Eindruck ist: Städte, Landesregierungen und  Bundesregierung fangen gerade erst an, sich mit Klimaschutz zu  beschäftigen, also Emissionen einzusparen. Die meisten Verantwortlichen  beschäftigen sich aber noch nicht mit der Anpassung und den Folgen einer  aufgeheizten Welt."

https://katja-diehl.de/annika-joeres-sind-deutsche-staedte-und-regionen-auf-die-klimakatastrophe-vorbereitet/

Ich bin noch nicht wirklich wieder angekommen, was auch daran liegt, dass mich meine überfüllten Postfächer stressen und ich direkt wieder losgelegt habe mit der Arbeit. Aber es ist auch einfach noch genug übrig.

Danke an alle, die beim Videotreffen dabei waren, hat großen Spaß gemacht!

Ich hoffe, dass ich die Terrabyte an Material, die ich von meiner Interrail-Tour mitgebracht habe, noch in Ruhe sichten und euch zur Verfügung stellen kann.

Erste Videos habe ich bereits hochgeladen.

Barcelona: 

https://www.youtube.com/watch?v=yy4KPHj9XVY

Paris:

https://www.youtube.com/watch?v=pQAW2o3Us-c

Meinen Kalender habe ich wieder "auf Stand" gebracht.

Ihr findet ihn hier: 

https://katja-diehl.de/alle-infos-zu-meinem-buch-autokorrektur/

Die nächsten Termine sind:

31. August Videopremiere der neuen hvv-Kampagne "Your Turn" mit mir als Moderatorin

01. September Livecast bei YouTube mit Accure, Batterieexpertise aus Aachen

2. September zu Gast bei Jung und Naiv

3. September Wolfsburg

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, empfehlt meinen Newsletter gern weiter - er kommt jetzt wieder wöchentlich :) 

Eure Katja

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