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Mach mit beim Versuch der realitaetsliebe

Die Welt einer maladaptiven Tagträumerin und der Versuch die Realität so zu lieben, wie sie ist.
von maladaptive Daydreamer

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"Maladaptives Tagträumen" nach Professor Eliezer Somer bedeutet sich zwanghaft der Realität zu entziehen. Es ist nicht das klassische sich kurz mal weg träumen im Laufe des Tages, sondern teilweise unkontrolliertes Träumen in einer Fantasiewelt, die einen über mehrere Stunden fesseln kann ohne, dass man Zeit und Realität wahrnimmt. Das maladaptive Tagträumen ist noch nicht wirklich gut erforscht und wird von Kritikern vielfach verharmlost. Nach dem Motto "Tagträumen tut jeder". Sicher tut das jeder mal, aber aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen: Das hier ist nicht normal. Teilweise verbringe ich mehrere Stunden meines Tages damit nur auf dem Sofa zu liegen und weg zu sein. Ich richte Tagesaktivitäten danach aus, um dem Verlangen nachgehen zu können und kann teilweise nicht mal in Ruhe Zähneputzen ohne nebenbei in meinem Kopf ein Szenario meiner Figuren abzuspielen. Ich muss das wirklich aktiv unterbinden, damit das nicht passiert und das ist zuweilen sehr anstrengend, weil das bedeutet, dass ich keine Pausen machen darf. Vor allem nicht für meinen Kopf. Ich bin unendlich dankbar nach dreizehn Jahren endlich einen Namen für das gefunden zu haben, was ich tagtäglich mache. Und die Tatsache, dass es so wenig erforscht ist und damit auch unglaublich schwer ist  passende Hilfe zu finden, macht mich traurig und motiviert mich zugleich die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Ich möchte psychische Erkrankungen enttabuisieren und ich möchte heilen. Und damit ich nicht gleich morgen wieder damit aufhöre an meinen Problemen zu arbeiten, fange ich dieses Projekt an. Wer möchte, darf mich auf meiner Reise begleiten. Ich habe mich all die Jahre so unverstanden und unnormal gefühlt und möchte einfach einen Teil dazu beitragen, dass es anderen nicht so geht, denn jeder verdient es gesehen, verstanden und ernst genommen zu werden.