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prompd-Newsletter | 06.22

Liebe prompderinnen und prompder!

Da wären wir wieder – mit dem monatlichen Blick in die Welt der Forschung und technologischen Innovationen.

Auch bei uns gibt es Neuigkeiten: In zwei Wochen, am 18.7., wird der erste Reader erscheinen!

Wie der aussehen wird, zeigt Ihnen unsere Nullnummer, die Sie hier kostenlos herunterladen können.

Die Nullnummer enthält alle Formate, die Sie auch künftig im Reader finden werden: News aus F+E (FEED), Interviews zu spezifischen Innovationsprojekten (NEXT), Übersichten zu neuen Umsetzungen neuer Technologien (SPOTS), Literatur, Events (CHARGE) sowie Marktzahlen (STATS). In der Summe wird jeder Reader 12-14 Seiten dick sein.

Sie können den Reader ab sofort bei unserem Partner Steady abonnieren, in dem Sie Member der prompd-Community werden. Wählen Sie bis zum 17.7. aus den drei Member-Paketen das für Sie passende aus – damit gehören Sie zu den ersten Membern und dürfen sich über den Reader Nr. 1 freuen. Der wird sich übrigens dem Thema der Biointelligenz annehmen, ein systemisches Konzept, das auch dem Design neue Impulse bringen wird.

Die Reader werden vierteljährlich erscheinen, die Nummer 2 also Mitte Oktober.

>Du studierst noch? Dann haben wir ein ganz besonderes Angebot für dich. Erfahre mehr über unser kostenloses JUNIOR-Paket gleich hier<

Mehr über unsere Idee und den Reader finden Sie auch auf unserer Website. Wenn noch Fragen offen bleiben, schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie kurz durch. Die Direktverbindung lautet 07071-152754.

Wie immer die Bitte am Schluss: Wenn Ihnen der Newsletter gefällt, schicken Sie ihn gerne weiter. Und wenn Ihnen prompd.news gefällt, dann empfehlen Sie uns doch weiter – an Kolleg*innen, an Bekannte, Kund*innen, Mitstudierende. Vielen Dank schon jetzt.

Wir freuen uns, wenn Sie Member werden. Bleiben Sie gesund und inspiriert.

Es grüßt Armin Scharf

BLIP 1 | WERKSTOFFE

Hydrogel extrahiert Trinkwasser

Es scheint möglich, dass man mit Hilfe von speziellen Hydrogelen Trinkwasser aus der Umgebungsluft gewinnen kann – und zwar gerade bei geringer Luftfeuchte, etwa in ariden Zonen. Guihua Yu von der University of Texas in Austin haben erstmals ein Hydrogel entwickelt, dass sich mit Salz, hier Lithiumchlorid, verträgt. Das Salz erhöht die Aufnahmefähigkeit des ohnehin speicherintensiven Hydrogels. So gelang es mit einem Kilogramm des modifizierten Hydrogels in 24 Stunden nahezu sechs Liter Wasser aus der Luft zu extrahieren. Und das bei nur 30 Prozent Luftfeuchte.

www.utexas.edu

BLIP 2 | BATTERIEN

Gut überwacht

Am Fraunhofer -Institut ISC widmet man sich im Rahmen der EU-Forschungsinitiative „Spartacus“ dem detaillierten Monitoring von Batterien, um deren Leistungsfähigkeit und Lebensdauer zu erhöhen. Akustische, mechanische und thermische Sensoren sollen den Batteriestatus detektieren und für das Batteriemanagement verfügbar sein, um so die Lade- und Entladeströme zu optimieren. So könnte das Laden um 20 Prozent verkürzt werden, ohne die Stromspeicher zu schädigen. Stress und natürliche Alterungsprozesse lassen sich ebenso erkennen. Das Verfahren soll sich nicht nur für Lithium-Ionen-Akkus nutzen lassen, sondern auch für Lithium-Schwefel- und Festkörperbatterien.

www.isc.fraunhofer.de

www.spartacus-battery.eu

Foto: Fraunhofer ISC

BLIP 3 | WERKSTOFFE

PET aus Biomasse

Am Institute of Chemical Sciences and Engineering (ISIC) der EPFL in Lausanne nutzt man nicht verzehrbare Reste von Pflanzen, um daraus einen Werkstoff zu erzeugen, der PET-ähnliche Eigenschaften besitzt und sich dank seiner Steifheit, seiner Temperaturbeständigkeit und der Gas-Barrierewirkung für Lebensmittel-Verpackungen eignen könnte. Im Gegensatz zu anderen biobasierten Kunststoffen bleibt bei dem Verfahren die molekulare Zucker-Struktur der Ausgangsstoffe erhalten, dadurch baut sich das Material in der Umwelt einfach zu Zucker ab. Der Biopolymer ist transparent und lässt sich auch zu Filamenten für den 3D-Druck verarbeiten.

www.epfl.ch

Foto: Lorenz Manker

BLIP 4 | ROBOTIK

Wärme stoppt Robots

Es gibt zahlreiche Projekte, um Roboter sensitiver und damit kollaborativer zu machen. Während viele Projekte mit starren Sensoren auf Siliziumbasis arbeiten, nutzt Marco Fattori am Fachbereich Elektrotechnik der TU Eindhoven flexible, gedruckte Elektronik. Zwar sei die gedruckte Elektronik tendenziell langsamer und unpräziser, so Fattori, aber sie lasse sich großflächig anwenden und preiswert herstellen. Außerdem platziert er die Elektronik von der Sensorik auf zwei unterschiedlichen Folien, die dann zusammenlaminiert werden. Dieser Aufbau steigert die Flexibilität und verbessert die Signalqualität. Im Pilotprojekt setzten die Forscher organische Infrarotsensoren ein, die auf langwellige Wärmestrahlung ansprechen. Aus der Folie lässt sich eine künstliche Haut für Roboterarme bauen, die bewegliche Wärmequellen aus unterschiedlichen Richtungen auf 0,4 Metern Distanz erkennt. Außerdem könne die Sensorfolie auch für medizinische Anwendungen genutzt werden – etwa, um die Druckverteilung auf Matratzen zu messen oder Stürze älterer Menschen zu erkennen.

www.tue.nl

Foto: Marco Fattori

BLIP 5 | KLIMASCHUTZ

Kohlendioxid wird Methanol

Wenn man CO2 einfangen möchte, dann macht man das idealerweise dort, wo es entsteht – zum Beispiel in den Abgasströmen industrieller Anlagen. Das Problem: Der notwendige Katalysator aus Kupferbasis ist in diesen Umgebungen nicht lange stabil, wird zum Beispiel von Schwefelverbindungen beeinträchtigt. Das Institut für Materialchemie der TU Wien arbeitet an einer Lösung und hat schon alternative, robustere Katalysatoren patentiert. Sie bestehen aus Molybdan-Schwefel-Verbindungen und durch Zusatzelemente wie Mangan an die jeweiligen Verfahrensbedingungen anpassbar. Der Katalysator spaltet das eigentlich kaum reaktive CO2 auf und unterstützt die Umsetzung zu Methanol. Auch die Umwandlung in höhere Alkohole soll mit der Variation des Katalysators machbar sein.

www.tuwien.at

Foto: TU Wien

BLIP 6 | TERMINTIPP

Biowerkstoff-Datenbank

Biobasierte Kunststoffe können Teil der Ressourcenlösung sein – allerdings muss man die Materialien stets spezifisch betrachten, was ihre Herkunft, ihre Verarbeitung und auch ihr Verhalten am Ende des Lifecycles betrifft. Transparenz will hier das interaktive Online-Tool BioPolyDat schaffen, das vom Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IFBB) der Uni Hannover entwickelt wurde.

Die Datenbank berechnet, wie viele Flächen und Rohstoffe für die Produktion benötigt werden. Außerdem wartet sie mit Informationen zum Markt und zur Nachhaltigkeit auf.

In einem Webinar am 7. Juli wird das Tool präsentiert und die Nutzung erklärt.

Biowerkstoffe im Fokus | 07.07.2022 | 11:00-12:00 | online | Anmeldung hier

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