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LESEPROBE aus NOMADS 10

Es geht mit Riesenschritten voran. Ausgabe 10 ist in Produktion! Die  Textprobe versetzt den Leser an den Vorabend der Revolution.

Dominic kannte das Forum schon aus einem Besuch, der erst einige Tage  zurücklag. Die düstere Kreuzung von Korridoren, in einem dahinrottenden  Teil der Durana. Nur war sie jetzt von unzähligen Schwebelichtern  erleuchtet und überfüllt von Menschen und etlichen Akkatos. Der Lärm war  beinahe unerträglich. Es wurde diskutiert und gestritten.

Renzler führte Dominic und seine beiden Begleiter über einige Stufen  aus Rohren, hinauf zu Andracek. Der Professor stand aufrecht inmitten in  der Schar seiner Anhänger, die auf den improvisierten Rängen platz  genommen hatten. Er fixierte einen Redner, der im Zentrum der Kreuzung  auf einer Empore stand und vergeblich versuchte, sich Gehör zu  verschaffen.

In Andraceks Nähe, wenn auch nicht unmittelbar, standen Davis und  Skorsky. Dominic staunte nicht darüber. Es passte zu den Beiden, sich  dort einzufinden, wo man einigermaßen sicher war und es nicht mit  Hohlköpfen zu tun bekam, die früher oder später nur Probleme brachten.  Ob sie Mitglieder der Observer, oder einer der anderen Parteien waren,  wagte er zu bezweifeln. Sie würden sich erst festlegen, wenn die Würfel  gefallen waren. Dennoch beruhigte es Dominic, mit den beiden Männern in  annähernd dieselbe Richtung zu gehen. Sie besaßen einen guten Riecher  und waren am Ende immer unter den Überlebenden. Eriksson hatte sie  einmal als Opportunisten bezeichnet, aber das war zu kurz gegriffen. Sie  hatten ihre Prinzipien, doch das Überleben besaß bei ihnen immer  Priorität. Ein Heldentod war in ihren Planungen nicht vorgesehen. Auch  Dominic sah keinen Vorteil darin, seinen eingravierten Namen auf einem  Gedenkstein zu lesen.

Er sah sich weiter um. Auch wenn die Leute dicht an dicht standen,  schienen sie doch darauf bedacht zu sein, einen gewissen Abstand zu  wahren. Wenn man genau hinsah, war ein Muster zu erkennen, nachdem sich  die Menge verteilte. Offenbar hatten sich alle revolutionären Gruppen  gerade hier eingefunden, um die Situation zu “besprechen“. In Einer von  ihnen dominierte die Anzahl der Akkato im Verhältnis zu den Menschen.  Die Mitglieder der Truppe zeichneten sich durch weinrote Kleidung, mit  Goldbesatz auf, die deutlich als Uniform zu erkennen war. Dominic sah  zwei Menschen bei ihnen, die hohe Ränge unter der Armee bekleideten. Ein  korpulenter Mann, namens Peter Frey und ein ebenfalls reichlich  untersetzter Kerl, der Enrico Rossa hieß. Unter beiden hatte Dominic  schon diverse Kampfaufträge erfüllt. Henderson und Rice, waren ihre  unmittelbaren Vorgesetzten. Ein Spiel mit dem Feuer oder waren Henderson  und Rice im Bilde.

„Purifier“, informierte Renzler, der Dominics Blicken gefolgt war.  „Die Läuterer. Religiöse Extremisten. Haben sich erst vor Kurzem  formiert. Könnte gerne auf die verzichten, aber sie haben Einfluss. Sind  viele Offiziere dabei.“

Reading Example NOMADS 10 - ENGLISH 

Dominic already knew the Forum from a visit just a few days ago. The gloomy intersection of corridors, in a part of the Durana that was rotting away. Only now it was lit by countless floating lights and crowded with people and quite a few Akkatos. The noise was almost unbearable. There was discussion and arguing.

Renzler led Dominic and his two companions up some tubular steps to Andracek. The professor stood upright in the midst of the crowd of his followers who had taken seats on the improvised tiers. He fixed his gaze on a speaker standing on a gallery in the center of the intersection, trying in vain to make himself heard.

Near Andracek, though not immediately, stood Davis and Skorsky. Dominic was not amazed by this. It suited the two of them to be where one was reasonably safe and not have to deal with airheads who sooner or later only brought trouble. Whether they were members of the Observer, or one of the other parties, he dared to doubt. They would not commit themselves until the die was cast. Still, it reassured Dominic to be going in roughly the same direction with the two men. They possessed a good nose and were always among the survivors in the end. Eriksson had once called them opportunists, but that was too short. They had their principles, but survival was always their priority. Heroic deaths were not in their plans. Dominic also saw no advantage in reading his engraved name on a memorial stone.

He continued to look around. Even though people were standing close together, they seemed intent on keeping a certain distance. If one looked closely, a pattern could be seen after the crowd dispersed. Apparently, all the revolutionary groups had just gathered here to "discuss" the situation. In One of them the number of Akkato dominated in proportion to the people. The members of the troop were distinguished by burgundy clothing, with gold trim, clearly recognizable as a uniform. Dominic saw two people with them who held high ranks among the army. A corpulent man, named Peter Frey and a likewise richly stocky fellow, whose name was Enrico Rossa. Under both of them, Dominic had already served various combat missions. Henderson and Rice, were their immediate superiors. A game of fire or were Henderson and Rice in the picture.

"Purifiers," informed Renzler, who had been following Dominic's gaze. "The purifiers. Religious extremists. Formed recently. Could gladly do without them, but they have influence. Are a lot of officers in it."

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