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Mit Hanya Yanagihara und Michel Houellebecq haben in dieser Woche gleich zwei literarische Schwergewichte neue Romane veröffentlicht und dafür komplett unterschiedliche Marketingstrategien gewählt. Sind diese Werbemaßnahmen clever oder eher kontraproduktiv? Das diskutieren wir im Vorgeplänkel, bevor es direkt ins literarische Vergnügen geht!

Mit „Zum Paradies“ hat Hanya Yanagihara einen komplexen, mehrteiligen Roman geschrieben. Darin enthalten: Eine alternative Realität des 19. Jahrhunderts, die Auswirkungen der AIDS-Krise in den 1990ern und eine pandemieverseuchte (und leider erschreckend vorstellbare) dystopische Zukunft. Die Suche nach dem amerikanischen Traum ist treibende Kraft aller drei Erzählstränge – doch was macht ihn für die jeweiligen Charaktere aus?

„Vernichten“, der neuste Roman des französischen Meisterprovokateurs Michel Houellebecq, wirft Lesende direkt in den französischen Präsidentschaftswahlkampf 2027. Während die Welt von Terroranschlägen erschüttert wird, muss Protagonist Paul, der Berater des Wirtschaftsministers, sich mit familiären Problemen herumschlagen. Politik, Gewalt und Liebe - wer wird hier als Sieger hervorgehen?

Zum Abschluss geht es in den „Hundepark“, aber Obacht: Hinter dem scheinbar harmlosen Titel verbirgt sich ein Roman über verzweifelte Menschen, die weit gehen, um ihre Lebensumstände zu verbessern. Sofi Oksanen nimmt uns mit in die Ukraine, in der der weibliche Körper besonderen Marktwert hat und die Spende von Eizellen für viele Frauen als gute und sichere Einnahmequelle gilt.

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