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Folge 255: Der traurige Spamclown

Heute ist es soweit: Während die mediale Marketingschlacht weiter tobt, sprechen wir doch tatsächlich über die literarische Qualität von Stuckrad-Barres neuem Roman! Crazy! Doch vorher erklärt uns noch der wunderbare Dr. Erik Harms-Immand, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung im Saarland, wie Ihr bundesweit vom kuratierten Buchprogramm der Zentralen profitieren könnt. Schließlich braucht die Demokratie gut informierte Bürger*innen – was uns dann wieder direkt zur ersten Rezension dieser Folge führt.

Im superfiktiven Roman „Noch wach?“ von Benjamin von Stuckrad-Barre findet sich ein superfiktiver Erzähler (BvSB) in einer dysfunktionalen Dreiecks-Bromance mit dem superfiktiven Chef eines Fernsehsenders (Döpfner), der seine Gunst auch an einen superfiktiven, fiesen Chefredakteur (Reichelt) verschenkt. Die mediale Hypemaschine eskaliert, aber taugt der Text literarisch etwas? Wir klären auf!

In „Noch wach?“ kommt ein (sicher ebenfalls superfiktiver) Regisseur namens David Schalko vor – und siehe da, ein Regisseur und Autor gleichen Namens hat gerade ebenfalls einen neuen Roman veröffentlicht! „Was der Tag bringt“ ist eine ambitionierte Abstiegsgeschichte (ja-ha!), die hinterfragt, wie Arbeit und Identität zusammenhängen. Surrealismus ist ein gefährliches Game – gewinnt Schalko? Wir haben Meinungen.

Und zu guter Letzt sprechen wir über ein politisches Sachbuch, das in den USA als Sensation gefeiert wurde: Isabel Wilkerson, die als erste afroamerikanische Frau mit dem Pulitzer-Preis für Journalismus ausgezeichnet wurde, untersucht in „Kaste“ die Struktur, die Machtverhältnisse in Gesellschaften sichert. Dabei geht es nicht nur um Indien, sondern auch um Kastensysteme in den USA und im Dritten Reich – und die gezeigten Mechanismen reichen weit über diese Beispiele hinaus.

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