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Wie lebt es sich im postsowjetischen Russland? Vladimir Sorokin erträgt die Realität seiner Heimat nur als Groteske – entsprechend surreal, brutal und explizit sind seine neun Kurzgeschichten in „Die rote Pyramide“. Die Sammlung des regimekritischen Autors gibt Einblicke in eine Gesellschaft, die sich im Kampf zwischen äußerem Schein und inneren Konflikten aufreibt.

In seinem neusten, für den Booker 2021 nominierten Werk unternimmt Goldsmithsprofessor und Experimentalautor Francis Spufford literarische Zeitsprünge mit einem Clou: In „Ewiges Licht“ lässt er Menschen, die bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen, in einer alternativen Realität über- und weiterleben.

In Frankreich war Laurent Petitmangins Debüt für zahlreiche Preise nominiert, die Verfilmung ist in Planung – da schauen wir mal genau drauf! „Was es braucht in der Nacht“ erzählt von einer Vater-Sohn-Beziehung, die zu zerbrechen droht: Wie reagiert man, wenn sich das eigene Kind der rechtsextremen Szene zuwendet?

Zum Abschluss tauchen wir tief in die wechselvolle Geschichte der Demokratischen Republik Kongo, ehemals Zaire, ein. Dort wird der „Tanz der Teufel“ von facettenreichen Charakteren getanzt, anhand derer Fiston Mwanza Mujila Zentralafrika erzählbar macht – lohnt sich der Rechercheaufwand für bislang unterinformierte Mitteleuropäer*innen? Auch das klären wir heute!

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