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Folge 263: Feministische Lichtgestalten

Doppelschock statt Doppelwumms: Der fantastische Cormac McCarthy, Großmeister des Southern Gothic, ist tot. Und als ob diese Nachricht nicht schon schlimm genug wäre, gewinnt Barbara Kingsolvers Opioid-Schmonzette „Demon Copperhead“ auch noch den Women’s Prize for Fiction. Wir sind fassungs-, aber ganz sicher nicht sprachlos!

Dann geht’s los mit dem dieswöchigen Trio großartiger Autorinnen: Unsere Freundin Auður Ava Ólafsdóttir, mit der wir erst kürzlich noch in ihrem Reykjaviker Wohnzimmer geplaudert haben, präsentiert die deutsche Übersetzung ihres Romans „Hotel Silence“. Gemeinsam mit Auður sprechen wir darüber, warum die Geschichte über einen suizidalen isländischen Mann, der erfährt, dass seine Tochter einen anderen biologischen Vater hat, eine Ansage gegen Rollenklischees und ein Bekenntnis zur Schönheit von Narben ist.

Weiter geht’s nach Japan: Yuko Tsushima ist eine vielfach ausgezeichnete, in ihrem Heimatland sehr bekannte Autorin – und wir machen sie jetzt in Deutschland berühmt! „Räume des Lichts“ ist nämlich eine hochintelligente Geschichte über das Schicksal einer alleinerziehenden Mutter, die viele Bezüge zu Tsushimas Leben aufweist. Was das alles mit Osamu Dazai und Gustave Flaubert zu tun? Wir klären auf!

Und zu guter Letzt sprechen wir selbstverständlich über den frisch übersetzten Roman von Mieko Kawakami, „All die Liebenden der Nacht“. Darin führt eine Korrekturleserin ein Leben im Korrekturmodus, mit schrecklichen Konsequenzen. Einsam und alkoholkrank verliebt sie sich schließlich in einen Physiklehrer – aber das wäre kein Kawakami-Buch, wenn ein Mann oder gar gesellschaftliche Konventionen die Rettung wären…

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