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Folge 257: Harry Potter und das Sexmilieu

Papierstau Podcast on the road: Diesmal beim Alfred-Döblin-Preis in Berlin. Bei der von Günter Grass gestifteten Auszeichnung werden unveröffentlichte Prosa-Manuskripte prämiert – aber vorher wird im Literarischen Colloquium am Wannsee um die Wette gelesen. Wir haben den Gossip und verraten, was Euch von Thomas Hettche, Roman Ehrlich und natürlich Gewinner Jan Kuhlbrodt bald in Buchform erwartet!

Unser erster Roman führt uns dann von Vietnam nach England während der Thatcher-Ära: Cecile Pins international vielbeachtetes Debüt „Wandering Souls“ erzählt die Geschichte sogenannter boat people, also von Flüchtlingen, die Vietnam über das Meer verließen (Parallelen zu aktuellen Ereignissen sind nicht rein zufällig). Dabei spart die Autorin nicht an erzählerischen Ideen und Perspektivwechseln. Ob uns die Komposition überzeugen konnte? Wir diskutieren!

Danach widmen wir uns einem weiteren Debüt: Josefine Soppa seziert in „Mirmar“ eine Mutter-Tochter-Beziehung. Beide schlagen sich mit schlecht bezahlten Jobs durchs Leben, bis die Mutter eines Tages verschwindet. Hat sie sich wirklich mit anderen Frauen zu einem feministischen Kollektiv zusammengeschlossen, um fortan am Strand zu leben?

Und zu guter Letzt stellen wir uns an „Kasse 19“ an: Claire-Louise Bennetts Mischung aus Autofiktion und Essay geht der Frage nach, in welchem Verhältnis Literatur und Leben stehen. Die Protagonistin ist selbst Schriftstellerin und erschließt sich die Welt durch Geschichten. Der Roman wurde für den Goldsmiths Prize für experimentelle Literatur nominiert, der sich bekanntlich gern hochambitionierten literarischen Experimenten widmet.

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