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Wir kennen uns nur flüchtig.

Flüchtige Entfremdung erzählt über Begegnungen im heterosexuellen Dating-Spektrum und setzt sie in patriarchalen Kontext.
von Jaqueline Scheiber / Minusgold

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Flüchtige Entfremdung ist eine Kolumne, die kurze Begegnungen im Dating-Kontext literarisch erzählt und sogleich kritische Positionen einnimmt, um Verbindungen zu problematischen Systemen herzustellen und Erklärungen anzubieten.

Ich bin nicht die Erste, die den Drang hat, absurde, schöne, witzige oder traurige Geschichten aus meinem intimsten Kreis aufzuschreiben und zu teilen. Doch im Gegensatz zu anderen, möchte ich die Erzählungen nicht nur als Becken nutzen, in die man eintauchen und mitfühlen kann, ich möchte sie in Kontext setzen. Mich interessiert, warum FLINTA Personen im heterosexuellen Spektrum so häufig ähnliche Erfahrungen machen.

Meistens entsteht in unseren vulnerablen und intimsten Momenten das größte Potential für außergewöhnliche Geschichten und eine ehrliche Begegnung mit uns selbst und einem Gegenüber. Wenn zwei fremde Menschen sich treffen und sich flüchtig begegnen, dann sind sie roh, ungeschönt und frei.

Als Autorin nutze ich dieses Format um meine Erlebnisse in Erzählungen zu verpacken, die Momente großer Nähe skizzieren, Gefühlen Sprachräume zur Verfügung stellen und die Möglichkeit bieten, als Leser*innen hautnah dabei zu sein. Als Sozialarbeiterin möchte ich Rollen und Muster herausarbeiten und aufzeigen. Auf einer Reise durch die Liste meiner Namen werden Querverweise zu strukturellen Phänomenen gezogen.

flüchtige Entfremdung erscheint je nach Abo ein- bis zweimal monatlich exklusiv für dich hier auf Steady und in deinem Postfach.

Neu ab 2023: Du kannst dir die Texte auch bequem unterwegs von mir vorgelesen anhören!

Fotos: Sophie Nawratil

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