Das KLup-Menü | 13. Oktober 2021

Liebe KLup-Freund:innen,

es kommt einiges in Bewegung! Und damit ist weniger die Weltsynode gemeint, die Papst Franziskus am vergangenen Sonntag in Rom feierlich eröffnet hat. Da ist einfach noch zu wenig klar, worum es wirklich gehen soll. Trotzdem ist es natürlich eine nicht dagewesene Methode, tatsächlich weltweit nicht nur die Bischöfe, sondern alle Katholik:innen einzubinden. Das ist schon eine ordentliche Welle, die da aus dem Arbeitszimmer von Papst Franziskus in der Casa Santa Marta links neben dem Petersdom ausgeht.

Aber, wie gesagt, diese Bewegung meine ich nicht. An den Geschichten, die wir  (trotz zahlreicher Kolleg:innen in den Herbstferien) in dieser Woche für euch aus den Gemeinden zusammenbasteln, ist wunderbar zu sehen: Auch wenn vieles in der Kirche krisenhaft ist - es ist ganz großartig, was die Menschen den Pfarreien auf die Beine stellen. 

Der Mittwoch

Mit einer starken Geschichte meines Kollegen Michael Rottmann sind wir in den Tag gestartet: In St. Gertrud Lohne haben patente Frauen mal eben die Erstkommunion-Vorbereitung revolutioniert: Ab sofort können Familien selber entscheiden, in welchem Alter die Kinder zur Erstkommunion gehen sollen - und auch wann im Jahr. Dazu zieht sich die Katechese nicht über Wochen und Monate hin, sondern läuft jetzt kurz und knackig. Warum machen sie das? Weil sie in der Corona-Zeit gelernt haben, dass das funktioniert. 

Heute Nachmittag hat mein Kollege Johannes Bernard schon über die Brötchen-Tüten-Aktion in Recklinghausen berichtet: Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat Bäckereien dazu gewinnen können. "Leere Tüte?!" steht jetzt auf den Papierbeuteln. So wollen Geschäft und SkF auf Armut in der Nachbarschaft aufmerksam machen. Starke Botschaft für den Frühstückstisch ...

Der Donnerstag

Gerade diskutiert der Deutsche Pflegetag Reformen in der Branche. Morgen Nachmittag erzählt meine Kollegin Marie-Theres Himstedt im Video von einigen indischen Krankenschwestern, die für zehn Jahre das Pflegeteam in Nordwalde verstärken.

Zum zweiten Mal in kurzer Zeit könnten wir darüber berichten, dass Orden Niederlassungen schließen. Am Wochenende erst hatten wir über zwei Schwestern berichtet, die als letzte ihrer Gemeinschaft die Klinik in Sendenhorst verlassen. Dasselbe geschieht in Lohne, wo die Franziskanerinnen die Pforten schließen. Aus dem Anlass hat mein Kollege Franz Josef Scheeben mit der deutschen Oberin darüber gesprochen, was es für ihre Gemeinschaft bedeutet, wenn sie immer älter und immer weniger werden und ihr Charisma nicht mehr leben können. 

Der Freitag

Am Morgen kommentiert meine Kollege Michael Rottmann, wie auch eine geschrumpfte Kirche Großes bewirken kann.

An dem Tag endet dann auch unsere Themenwoche zu den Wahlen von Pfarreirat und (nur in NRW) Kirchenvorstand Anfang November. Jeden Morgen haben wir ja eine Person vorgestellt, die kandidiert. 

Das Wochenende

Am Sonntag übertragen wir live das Pontifikalamt mit Bischof Felix Genn zu Eröffnung der Weltsynode im Bistum Münster. Um 10 Uhr bei uns zu sehen. Am Nachmittag gibt es zudem mehr Information darüber, wie auch ihr euch daran beteiligen könnt - nämlich indem ihr einen Online-Fragebogen ausfüllt. Bischof Genn will bei der Gelegenheit ein Plädoyer für mehr Synodalität in der Kirche halten. 

Der Wochenstart

Von einem Pfarrer, der selber alkoholkrank war und heute Leidensgenoss:innen hilft, erzählt Franz Josef Scheeben am Montag. Und am Dienstag berichtet Johannes Bernard von einer sagenhaften Wähler-Motivations-Aktion in Haltern: Die Jugendlichen dort versprechen nämlich attraktive Preise für alle, die ihre Stimme bei der Pfarrei- und Kirchenvorstandswahl abgeben.

Besonders freue ich mich, dass der Gast-Kommentar am Dienstag von Antonius Hamers kommt. Er ist Jurist und Priester, gehört zum Bistum Münster und leitet das Katholische Büro in Düsseldorf - die Verbindungsstelle zwischen Kirche und Landespolitik. Hamers äußert sich über Vertrauen und Vertrauensverlust in eben diesen beiden Welten.

So weit ein kleiner Einblick in unser Programm. Besten Dank für die vielen und so schönen Rückmeldungen zu unserer Überlegung, zum "KLup-Treffen" nach Münster einzuladen. Das hat mich wirklich mächtig gefreut! Im Newsletter am Freitag gibt es dazu mehr Informationen. 

Bis dahin: 

Guet goahn!

Markus Nolte (Chefredakteur Online)

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