"Wer bist du, wenn du nichts leistest?"

In meinen Coachings sind Menschen zunächst oft irritiert, wenn ich ihnen diese Frage stelle. Denn allzu häufig definieren wir uns - wer wir sind - darüber, was wir leisten. Dabei vergessen wir, dass unser Wert nicht durch Leistung entsteht, sich unser Glück nicht von materiellem Besitz ableiten lässt und wir selten Zufriedenheit spüren, wenn wir unser Leben einzig an den Vorstellungen und Ansprüchen anderer ausrichten.

Es geht nicht darum, all unsere (beruflichen) Ziele über Board zu werfen, Erfolg abzuwerten, oder Anstrengung und Leistungsbereitschaft zu deskreditieren.  Nach Zielen und Träumen zu streben ist wichtig, wenn es unsere eigenen sind und wir nicht versuchen, unseren Wert darüber zu definieren.

Auf die Frage "wer bin ich, wenn ich nichts leiste" nicht sofort eine Antwort zu haben ist nicht ungewöhnlich. Deshalb rate ich gerne dazu, diese Frage für sich - über einen längeren Zeitraum und regelmäßig - zu bewegen. Sei es in Form von (Selbst-)Reflexion, journaling, oder im Dialog mit anderen. Es sollte in unser Bewusstsein rücken, dass unser Tun wichtig ist, aber unser Sein das ist, was uns als Mensch auszeichnet.

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