Ihr Lieben, hier kommt die Story, von der ich dachte, dass ich sie nie erzählen würde. Damals hab ich sie aufgeschrieben, weil es das Einzige war, was mir half, gesund zu bleiben - nicht durchzudrehen mit dem was und wie ich es erlebt habe. Ich weiß noch nicht, was ich daran alles verändern werde - für eine komplett öffentliche Fassung -  um niemanden zu "outen", aber ihr hier bekommt die recht unzensierte Fassung, wie ich sie damals aufgeschrieben habe (Tippfehler, Kommasetzung etc. - ist, wie es ist, deswegen raw).

Die Geschichte kommt in 3 Teilen zu dir: heute, morgen am Samstag und der letzte Part dann am Sonntag. So hast du ein feines Lese-Wochenende und es bleibt spannend. Jeden Morgen ist die Fortsetzung der Story in deinem Postfach. 

Der Mann mit Hut - Teil 1

„Mach’s gut, Miss Rastafari“, sagt er leise, während er mich noch einmal fest an sich drückt. Mein Kopf reicht ihm gerade mal bis zur Brust, die so breit ist, dass ich mich ewig darauf ausruhen könnte, wenn ich es wagen würde. Wenn man genau aufpasst, hört man in diesem Moment das leise Klirren, mit dem ein kleiner Teil meines Herzens zerspringt. Ich will nicht gehen. Er küsst mich sanft auf die Stirn und lässt mich los. Mit einem Schritt verschwindet er in der Dunkelheit.

Eigentlich war ich total glücklich als dieser Tag anfing. Der Tag, an dem ich ihn noch nicht kannte. Ich war erfüllt mit Vorfreude auf einen schönen Abend. Schon Tage zuvor hatte ich mir ausgemalt, wie es sein würde. Ein Wochenende mit der besten Freundin, ein Live-Konzert der Lieblingsband in einem kleinen Keller-Musik, Gespräche, Tanzen. Besser konnte es nicht sein. „Ich wünsche mir einen Abend, den ich nie vergessen werde“, denke ich, während ich meine Sachen packe. Im Nachhinein ganz schön wagemutig. Du musst echt gut aufpassen, was du dir wünschst. Manchmal wird es nämlich wahr, das weiß ich jetzt.

Ich kann es kaum erwarten: Es ist Freitag mittag und ich steige gleich ins Auto. 3 Stunden Fahrzeit und dann liegen 24 geniale Stunden mit meiner Freundin vor mir. Weg von zuhause, weg vom Büro, weg vom Stress, weg von den Hunden - und auch weg von meinem Schatz. Einmal nur für ein paar Stunden keine Sorgen, keine Arbeit - einfach glücklich sein ohne Grund, reden, tanzen, lachen, keine Pläne schmieden … da sein. Meine Vorstellung vom Paradies! Mein Mann sieht das genauso und schließlich war es seine Idee, dass ich mal raus soll. Okay.

Vor dem Konzert geh ich noch gemütlich essen mit meiner Freundin und stelle fest: Wir haben echt ähnliche Jugendthemen. Immer die Mitläufer, immer waren andere im Mittelpunkt. Niemals waren wir es, die angelacht, angesprochen oder angeflirtet wurden. Unsichtbar sein können wir beide echt gut. „Zeit, dieses Trauma zu beenden“, sage ich lachend zu Katharina. Darauf stoßen wir an.

Mit leichtem Kopf und dem guten Gefühl mit einem alten Problem nicht allein zu sein, fahren wir also zu dem Ort, an dem wir heute den Abend verbringen. Einen Abend, der alles verändern wird. Ein Wirtshaus mit Musikkeller. Ich mach die Tür auf, geh einen Schritt hinein und lande mit meinem Blick direkt in seinen dunklen Augen. Er sitzt ziemlich weit hinten und ist am Essen. Für einen Augenblick kreuzen sich unsere Blicke. Woaaahhh … was ist das denn für ein komisches Gefühl? Wie ein Erkennen. Und klar kenne ich ihn, ist ja nicht mein erstes Konzert und ich folge der Band auf Facebook. Aber das hier? Das ist was anderes. Total komisch fühlt sich das an. Vielleicht war das doch ein Aperol zuviel beim Abendessen, überlege ich. Für einen flatterhaften Augenblick setzt mein Herz aus. Ich blinzle kurz und wende mich dem Kellner zu, der uns den Weg nach unten zeigt, wo die Musik nachher spielt.

Das war's erst mal!

Wie das ausgeht? Gönn dir ein Lese-Abo (ab Paket "Jewel"!) und lies sofort zu Ende. Die Kernstory aus dem Buch. Sie hat mein Leben komplett verändert.

Zu den Lese-Abos!

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