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Würdest Du für einen Krieg spenden? In Rüstung investieren? Du tust es ...

Hallo an Alle,

in einer komplexen Welt kann man schnell den Überblick verlieren! Und man merkt nicht mal, dass man etwas unterstützt, was man gar nicht unterstützen möchte …

Die Kirche investierte ihr Geld lange in Fonds, die nicht darauf hin überprüft wurden, ob Rüstungskonzerne darin enthalten waren. Firmen, bei denen man es vermuten aber auch nicht vermuten würde, investieren sogar ganz bewusst in diesen Industriezweig. Die Rendite ist halt gut …

Und da fühlt man sich als Einzelner manchmal so klein, ohnmächtig und machtlos. Dabei sind wir das gar nicht!

Wenn man eine komplexe Welt erfassen will, hat Frederic Vester in seinem Buch Die Kunst vernetzt zu denken dazu den Tipp aller Tipps zum Erkennen von komplexen Mustern gegeben: „Aussagekräftig für das Erkennen von Mustern sind weit eher die BEZIEHUNGEN zwischen den Systemkomponenten, die, auch wenn die Komponenten selbst sich ändern, letztlich weiterhin das Bild bestimmen, ...“

Ja, diese Welt ist komplex, aber was ist die verlässliche Beziehung zwischen allen Komponenten? GELD!

Auf dieser Welt ist alles dem Wandel unterworfen und dann gibt es noch unterschiedliche Staatsformen, Religionen, Ethikvorstellungen und und und ABER überall wird mit Geld gezahlt, maximale Ausnahme stellt das ein oder andere indigene Volk da.

Geld selber ist etwas komplett Neutrales. Was interessant ist: dort wo es hinfließt, wird es zum Möglichmacher. Also, fließt viel Geld in die Rüstungsindustrie, dann ermöglicht das Geld die Produktion von Waffen.

Die große Mehrheit möchte nicht, dass wir einander töten. Und so gab es immer Demonstrationen gegen den Krieg oder für den Frieden. Was gut ist, aber es hat uns noch nicht den gewünschten Effekt gebracht. Nach wie vor gibt es Waffen, nach wie vor gibt es Kriege!

Darauf zu achten nur Produkte von Firmen zu kaufen, die ihre Gelder nicht in Dinge investieren, die man selber nicht sehen möchte, ist schon etwas effektiver. Aber sehr herausfordernd und anstrengend, weil wenig Transparenz herrscht und in immer stressiger werdenden Alltagen vieler Menschen die Zeit fehlt sich Finanzketten bis ins Detail aufzudröseln. Die Idee ist gut, aber für die Masse nicht praktikabel genug!

Weil Geld die verlässliche Beziehung zwischen allen Komponenten ist, ist es am effektivsten, wenn man sein Geld direkt in Projekte investiert, die möglich machen wollen, was man sehen will. Das wäre auch praktikabel für die Masse, wenn ja wenn …

Warum wir die effektivste Methode am wenigsten nutzen, erkläre ich mir wie folgt:

Es sind (moralische) Einstellungen, die wir von Generation zu Generation weiter reichen. Es gibt z. B. Dinge für die „gehört es sich nicht“ Geld zu nehmen. Wir vererben eine Empfindung von Verwerflichkeit oder peinlichem berührt sein, wenn Dinge etwas kosten, für die es ja „nur“ die „richtige“ Haltung bräuchte. Allerdings ist Haltung NICHT die verlässliche Beziehung zwischen allen Komponenten.

Natürlich berühren uns Bilder von hungernden Kindern und dann spenden wir (meistens Geld oder Dinge, die man mit Geld kaufen kann), um diese empfundene Ungerechtigkeit auszugleichen. Aber im Grunde genommen gleichen wir dort etwas aus, was gar nicht hätte entstehen müssen, wenn wir Geld in Dinge investiert hätten, die aus unserer moralischen Empfindung heraus kein Geld kosten dürften …

Wir können Geld doof finden, es ändert aber nichts daran, dass Geld die verlässliche Beziehung zwischen allen Komponenten IST!

Jetzt kann man natürlich noch das Gefühl haben, dass man viel zu wenig Geld hat, um es irgendwo zu investieren. Aber zum Glück kann man sich heute schon beginnend mit 1 € an vielen Projekten und Ideen beteiligen.

Ich habe schon so oft gedacht mit den Möglichkeiten, die wir heute haben, wäre es genial, wenn es eine „Social-Investment-App“ geben würde. Man sollte dort auswählen können, was man in dieser Welt sehen will wie z. B. Frieden, Freundlichkeit, Bleibeperspektiven, Zusammenhalt, etc. Und dann sollte man eingegeben können, wie viel Geld man monatlich investieren kann, beginnend mit 1 € bis meinetwegen unendlich. Und dann könnte diese App Projekte auflisten bei denen man sich mit seinen Budgetmöglichkeiten einbringen kann, um seinen Wunsch nach Frieden, Freundlichkeit, etc. (oder ein Kombination aus allem) voran zu treiben.

Ich würde Frieden toll finden! Ich möchte keine Tränen mehr sehen, die geweint werden, weil wir uns gegenseitig die liebsten Menschen nehmen!

Krieg ist ein Geschäft! Und deshalb biete ich als Gegengewicht ein Investment in eine Realisierung von gelebtem Frieden an! Und zwar in eine Möglichkeit, die schon in den 80er Jahren entdeckt, aber dann leider vergessen wurde.

Es ist ein physikalisches „Phänomen“, dass wenn mehrere Menschen zeitgleich Frieden FÜHLEN, sich dies positiv auf die Umgebung auswirkt, indem z. B. Verbrechen abnehmen. Bei dem im kleinen geglückten Versuch in den 80er Jahren ging man davon aus, dass 10.000 Menschen ausreichen müssten, dass weltweit Verbrechen und Unfälle zurück gehen, wenn diese Menschen zeitgleich Frieden fühlten.

Ich möchte diesen weltweiten Test am 11.11.2020 machen! The Peace Experiment! : )

Vielleicht klappt es direkt oder es muss nochmal etwas nachjustiert werden. Je mehr Menschen 1, 2 oder 5 € investieren, desto effektiver kann man zu dieser Aktion aufrufen, sie organisieren und nachbereiten. 

Aber es würde noch ein weiterer Effekt entstehen. Je höher die Summe, desto größer das Signal Richtung Rüstungsindustrie. Fertigungsstraßen kann man umbauen! Von alleine passiert das nicht, aber wenn festgestellt wird, dass in die Realisierung von Frieden mehr investiert wird, als in die Umsetzung von Kriegen, dann passiert es „automatisch“.

Arbeitsplätze gingen nicht verloren, sie änderten sich nur. Armeen könnten genauso gut Einheiten zum Katastrophenschutz werden. Worüber die deutsche Verteidigungsministerin sogar schon laut nachgedacht hat …

Man kann das Ganze ja mal weiter spinnen. Wenn der 11.11.2020 zeigt, dass die Abnahme von Straftaten, Unfällen, etc. durch Zahlen belegbar sich in einem wirklich interessanten Bereich bewegt, dann könnte man eine Firma gründen die hauptberufliche „Friedensfühler“ einstellt. In Kontischichten (früh, mittag, abend, frei) könnten sie die Friedensfrequenz weltumspannend und stabil halten.

Ich suche ganz konkret für den 11.11.2020 einzelne Personen, die sich für 10 Minuten an der Aktion beteiligen wie auch Firmen, die ihre Belegschaft ermutigen sich ebenfalls für 10 Minuten in die Aktion mit einzubringen. Aber ich suche auch ganz klar Personen, die mit 1, 2 oder 5 € der Aktion Gewicht verleihen!

Die Firma Erbsner Fischer hat sich mit einem ganz besonderen Investment eingebracht. Die Idee kann jetzt nicht nur mit der Aktionsseite: https://steadyhq.com/de/jedeselementzaehlt sondern auch mit diesem tollen Video:

in Umlauf gebracht werden! Das Video in deutscher wie englischer Sprache ist u. a. auch auf meinem LinkedIn-Profil angepinnt!

Wer der Idee Gewicht verleihen möchte, kann über die Aktionsseite: https://steadyhq.com/de/jedeselementzaehlt Mitglied werden!

Herzliche Grüße

Bettina

www.the-peace-experiment.rocks

Info zum verwendeten Foto:

Dieses Foto ging schon einmal viral. Hayne Palmour IV (San Diego Union-Tribune) fotografierte Jenn Budenz und ihren kleinen Sohn am 22. Mai 2014 am Grab ihres Mannes Major Andrew Budenz. Major Budenz starb nicht im Kriegseinsatz, sondern durch einen Motorradunfall. Am Schmerz von Jenn Budenz ändert es nichts wie ihr Mann ums Leben kam. Aber für uns, die wir diese Szene betrachten, transportiert es das Gefühl von der Unsinnigkeit des Krieges! Ich erinnere mich noch sehr genau an die Besuche der Kriegsgräberstätte Bad Bodendorf. Dort liegt der Vater meines Vaters. Auch die Inschrift am Eingang habe ich in Erinnerung: Den Toten zur Ehre - Den Lebenden zur Mahnung .....

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