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Frieden fühlen? Steht es schon in der Bibel?

Und alles, was ihr bittet im Gebet: so ihr glaubt, werdet ihr’s empfangen. Matthäus 21:22

"So ihr glaubt!" ... Glauben ... Was heißt das genau? Etwas als wahr annehmen ohne es belegen zu können? Ich bin evangelisch geprägt ... für Luther war Glaube mehr als etwas für wahr anzunehmen.

Ist der Glaube dann eher wie eine Gewissheit zu sehen?

Oder ist er eher ein Gefühl?

Spürt man ihn?

Ist er eine Erfahrung?

Wenn ich vor 2.000 Jahren gelebt hätte, ich hätte mich gerne mit Jesus darüber unterhalten! Ich hätte ihn gerne persönlich kennengelernt!

Peter Scazzero beschreibt in seinem Buch "Glaubensriese - Seelenzwerge?" seine Wandlung indem er in Jesus auch den Menschen Jesus wahrnimmt:

Ich glaubte fest daran, dass Jesus sowohl ganz Gott als auch ganz Mensch war. Dennoch dachte ich selten über die Menschlichkeit Jesu nach – oder auch über meine eigene Menschlichkeit. Die Tagebucheinträge und geschriebenen Gebete aus meinen frühen Jahren als Christ und Pastor zeigen deutlich, dass der Jesus, den ich damals anbetete und dem ich folgte, gar nicht so sehr menschlich war.

Genauso wenig wie ich selbst.

Ich überging meine menschlichen Grenzen und riss mich zusammen, um mehr und mehr für Gott zu tun. Negative Gefühle wie Wut oder Depressionen betrachtete ich als gottfeindlich und verdrängte sie. Ich unterlag dem Irrtum, es sei geistlicher, den ganzen Tag mit Gebet und Bibellesen zu verbringen, als das Haus zu putzen, meiner Frau zuzuhören, die Kinder zu wickeln oder für meinen Körper zu sorgen.

Bei mir ist es grad andersherum. Ich habe in Jesus hauptsächlich den Menschen gesehen, was mir als Bild auch über die Jahre so geblieben ist. Jesus. Der Anpackende! Der Macher mit dem großen Herz für alle! Und zusätzlich redete er von Gott. Ich hatte es für mich so verstanden, dass für Jesus die Liebe zu Gott genauso wichtig war wie die Liebe für den Nächsten. 

Da ich mehr den Menschen Jesus sehe, frage ich mich manchmal, ob er heute wohl traurig wäre ... und wenn es so wäre, ob man ihm ein Lächeln aufs Gesicht zaubern könnte ...

Was er getan hat, machte er bestimmt nicht, um etwas dafür zurück zu erhalten. Aber vielleicht würde er sich trotzdem freuen, wenn man ihn mal in den Arm nehmen würde. Einfach so! Ihm etwas schenken. Einfach so! Als Mensch hat er meine Sympathie!

Angestupst durch das Friedensexperiment spüre ich nun auch dem nach, was er über Gott und das Gebet zu sagen hatte. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes gehörten zu seinen Jüngern. Sie hatten Jesus also persönlich erlebt. Den Menschen Jesus. Nun ist die Bibel nicht von den Vieren geschrieben worden, aber wahrscheinlich ja doch nach ihren Erzählungen. Besonders interessierte mich, was die Vier zum Gebet zu sagen haben:

Und alles, was ihr bittet im Gebet: so ihr glaubt, werdet ihr’s empfangen. (Matthäus 21:22)

Darum sage ich Euch: Alles, was Ihr betet und bittet, glaubt nur, dass Ihr’s empfangt so wird’s Euch zuteilwerden. (Markus 11:24)

Sein Ruf verbreitete sich immer mehr, sodass die Menschen von überall herbeiströmten. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. (Lukas 5:15) Doch er zog sich an einen einsamen Ort zurück, um zu beten. (Lukas 5:16)

Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat. (1 Johannes 5:15)

Beten ist bei uns aus der "Mode" gekommen:

https://de.statista.com/infografik/24338/anteil-der-befragte-die-taeglich-beten/

Und das obwohl - wie Lukas es schon sagte - es nachweislich so effektiv ist: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3393937/

Fortsetzung folgt ...

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