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Reflexst Du noch oder denkst Du schon?

Die Geschichte eines Mannes hat mich ganz besonders fasziniert und zwar von Viktor E. Frankl. Er war Jude, leider zu einer der ungünstigsten Zeiten, wann man in Deutschland Jude sein konnte. In der schlimmsten Phase seines Lebens gewann er eine Erkenntnis, die ihm half diese furchtbare Zeit seelisch zu überstehen!

Hallo an Alle!

Was Viktor E. Frankl mit gemacht hat, das möchte man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Er ist ins Konzentrationslager gekommen. Hat miterleben müssen wie seine Frau umgebracht wurde, die Eltern und sein Bruder. Er selber wurde zu all dem erlittenen Schmerz auch körperlich gequält. Allein sich schon vorzustellen, dass man alle Menschen, die man liebt auf diese Art und Weise zu verlieren und man selber überbleibt ... Allein das ist schon grauenhaft. Ich glaube wir könnten alle nachvollziehen, wenn man daran zerbricht. Und das faszinierende an ihm war einfach, er ist eben nicht daran zerbrochen und hat noch eine Erkenntnis für sich gewonnen, die er uns allen mit auf den Weg gegeben hat.

Ihm war aufgefallen, dass es im Konzentrationslager Menschen gab, die anderen Trost spendeten, während sie genau das gleiche gerade erlebten wie die anderen. Darüber dachte er intensiver nach. Und kam so auf die einzige Freiheit, die man keinem Menschen nehmen kann. Man kann uns die Unversehrtheit des Körpers, das Leben, alles kann man nehmen … die Würde …, aber eine Sache eben nicht und zwar die Entscheidung wie man mit den Dingen umgehen will, die einem passieren.

Oft wenn ich von Victor E. Frankl erzähle, bekomme ich zu hören: "Ja, der konnte das, aber ich kann das nicht!"

Und ich meine, dass so viele Menschen glauben, dass sie es nicht können, hängt damit zusammen, dass sie Reflex und bewusste Entscheidung miteinander verwechseln. Die Natur hat es so eingerichtet, dass wir handeln können bevor wir anfangen zu denken. Und das ist der Reflex! Eigentlich können wir ganz froh darüber sein, weil zu Säbelzahntigerzeit war das durchaus lebenserhaltend.

Die Säbelzahntigerzeiten sind vorbei, aber der Reflex ist immer noch da. In der heutigen Zeit ist der Reflex manchmal auch ein bisschen hinderlich. Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an ein Unglück Ende 2000 in Österreich. Da starben über 150 Menschen im Tunnel der Gletscherbahn Kaprun 2. Sie sind in ihrer Panik dem Reflex gefolgt und damit leider direkt in ihren Tod gerannt. Hätte es in dem Moment einer geschafft kurz für eine Sekunde innezuhalten und nachzudenken, hätten sie sich bestimmt an das physikalische Gesetz erinnert, dass Rauch nach oben zieht. Aber leider folgten sie dem Reflex und rannten nach oben und somit in den Tod.

Der Reflex ist immer schneller, zum Glück ist er nicht immer tödlich. Aber er kommt immer als erstes, immer bevor wir überhaupt anfangen können zu denken.

Wenn der Reflex raus ist, müssen wir es allerdings noch schaffen uns daran zu erinnern, dass wir ab dem Moment wieder in der Lage sind bewusste Entscheidungen zu treffen. Im ersten Reflex kann man auf eine Situation wütend, traurig, fröhlich, etc. reagieren und ab dem Moment, ab dem man die Situation überdenkt, kann die Reaktion eine ganz andere sein.

Wenn wir es schaffen mit uns und anderen gnädig zu sein, dass die "Reflex-Reaktion" nicht die "bewusste Reaktion" ist, kann man vielleicht schneller "umschalten".

Es gibt Menschen, die schnell "umschalten" können und es gibt Menschen, die über Jahre sogar bis zum Ableben Gefangene ihres Reflexes bleiben.

Um sich selbst auf die Schliche zu kommen, empfinde ich es hilfreich, wenn man abends den Tag noch einmal Revue passieren lässt und überlegt, ob es eine Situation gab bei der man noch reflexst wird oder ob man in den Modus gekommen ist, eine bewusste Entscheidung zu treffen, was diese Situation mit einem machen darf.

Wenn man es regelmäßig macht, findet man seinen Schalter schneller! ; )

Herzliche Grüße

Bettina

P.S.: Noch 90 Tage bis zum Weltfrieden! ; )

AKTUALISIERUNG   JUNI   2022:

Fuck your wars!

#Ukraine #Russland #Angriffskrieg

Zwei "streiten" sich. Ein außenstehender Dritte wird um Hilfe gebeten. Was kann er tun? Situation verstehen wollen? Vermitteln? Einem von Beiden Waffen geben?

Was würdest Du tun, wenn die Zwei, die sich streiten, Deine Kinder sind? Situation verstehen wollen? Vermitteln? Einem von Beiden Waffen geben?

Ich weiß, dass dieser Einstieg provoziert. Und das soll er auch!

Unter Euren Kindern befindet sich kein Aggressor! Zum Glück!

Aber die Bevölkerung der Ukraine und Russlands haben sich mal als Brudervolk bezeichnet. Nun stehen sich diese Brüder gegenüber. Was einmal ein Konflikt war, ist eskaliert. Wir sind die außenstehenden Dritten. Und wir bleiben auch die außenstehenden Dritten. Noch ... An einen dritten Weltkrieg will ich nicht denken! Noch nicht ...

Wir sind nicht die Eltern der Brüder. Aber was wäre, wenn wir als Außenstehende die Brüder so bedingungslos liebten wie Eltern meistens ihre Kinder lieben?

Für mich heißen die Brüder übrigens nicht: Putin und Selenskyj! Sondern "Volk der Ukraine" und "Volk Russlands"!

Und wenn ich mir vorstelle diese Beiden - "Volk der Ukraine" und "Volk Russlands" - wären meine Söhne, dann ist mir persönlich "Situation verstehen wollen" und "Vermitteln" näher als "einem von Beiden Waffen geben".

#ThePeaceExperiment umzusetzen, erscheint mir dringlicher denn je!

Und was denkst Du?

Wir sind kontinuierlich dran geblieben, die längst vergessene Studie aus den 80er Jahren noch einmal mit den Möglichkeiten von heute zu überprüfen!

Ich musste eine Weile pausieren. Meiner Ma ging es mit Kriegsbeginn extrem schlecht! Sirenen tönen aus dem Fernseher! Zack! Zig Flashbacks! Von jetzt auf gleich ist sie nicht mehr 83 Jahre alt, sondern 5! Sie läuft wieder durch den Bombenhagel des Bochumer Großangriffs! Alles ist wieder da! Alles!!

Und selbst steht man wie doof daneben. Ich habe es geschafft, dass sie sich wieder beruhigen konnte. Mit Hängen und Würgen! Aber von beruhigt bis wieder fröhlich ... Das wird wohl noch ein langer Weg werden!

Deshalb:

FUCK your wars!

Fuck YOUR wars!

Fuck your WARS!

So, das musste nochmal gesagt werden!!

Wo stehen wir gerade mit #ThePeaceExperiment:

Wir haben schon alles soweit vorbereitet, dass man auf Sardinien das Experiment durchführen könnte.

Es ist uns auch bereits gelungen, das Management eines Weltstars zu interessieren. Wir könnten unter allen 377 Gemeinden Sardiniens ein Konzert mit dem Weltstar verlosen, was uns bei der Verbreitung der Idee enorm(!) helfen würde.

Wir dürfen aber nur dann mit dem Weltstar werben, wenn offensichtlich ist, dass viele Menschen an dem Experiment interessiert sind. Eine Zwickmühle!

Deshalb brauchen wir die Hilfe aller Interessierten!  Solltest Du Dich angesprochen fühlen, bitte investiere in unsere Idee! Deine Spende werden wir für die Durchführung einer ordentliche Studie (valide, reliabel, objektiv) sowie als Werbebudget nutzen! Und ggf. buchen wir den Weltstar dann einfach! Dafür müssten allerdings sehr viele Menschen spenden, da ist man locker mal mit 1 Mio. € dabei ... Aber wer weiß! ;)

Bist Du neugierig geworden? Du hilfst uns mit Deinem Investment, aber auch wenn Du unsere Beiträge teilst! :)

Herzliche Grüße

Bettina

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